Fünf Tipps gegen Mobbing

Etwa jeder sechste Schüler wurde schon einmal von seinen Klassenkameradinnen oder -kameraden oder älteren Kindern gemobbt. Wurdest du auch schon mal schikaniert oder gehänselt? Oder hast du beobachtet, wie jemand gemobbt wurde? Wir haben fünf Tipps gegen Mobbing für dich zusammengestellt.

Was ist Mobbing?

Wenn dir jemand auf dem Pausenhof hinterherruft „Was ist das für ein hässliches T-Shirt, das du anhast? Passt aber gut zu deinem hässlichen Gesicht!“ ist das gemein und fies, aber kein Mobbing. Man spricht erst von Mobbing, wenn eine Person über einen längeren Zeitraum von einem oder mehreren immer wieder schikaniert, gehänselt und geärgert wird. In schlimmen Fällen werden Mobbingopfer geschubst, geschlagen oder erpresst.

Was kann ich tun, wenn ich gemobbt werde?

Mache dir erst einmal bewusst: Es liegt nicht an dir, dass du gemobbt wirst. Jeder kann ein Mobbingopfer werden, selbst weltberühmte Stars wie Rihanna und Lady Gaga wurden in der Schule gehänselt. Leute mobben, weil sie sich stark fühlen wollen und von sich und ihren Schwächen ablenken oder ihre Wut abbauen möchten. Mobber sind also nicht cool. Im Gegenteil: Hinter ihrem Gehabe steckt Unsicherheit. Das heißt aber nicht, dass jeder, der unsicher ist, automatisch zu einem Mobber wird. Behalte einfach im Hinterkopf, dass er oder sie weniger selbstbewusst ist, als er oder sie zugeben möchte. Das kannst du dann gegen ihn oder sie verwenden. Hier sind sechs konkrete Tipps, was du unternehmen kannst, wenn du gemobbt wirst:

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  1. Lass` die Mobber links liegen und geh` nicht auf die Schikanen ein. Sie wollen eine Reaktion von dir. Mobber wollen sehen, wie sehr sie dich verletzen können, um sich stark zu fühlen. Wenn du ein Pokerface aufsetzt und nicht zeigst, wie wütend oder verletzt du bist, dann lassen sie bald von dir ab. Sage dir in Gedanken folgende Sätze auf, in dem Moment, in dem du gehänselt wirst:
    • „Dein Problem sind deine Minderwertigkeitskomplexe!“
    • „Große Klappe und nichts dahinter!“
    • „Du bist doch bloß neidisch!“
    • „Ich schaue dir in die Augen und finde doof, was du machst!“

     

  2. Suche dir Unterstützung in der Klasse. Mobbing kann beendet werden, wenn es von der Mehrheit der unbeteiligten Mitschülerinnen und Mitschülern nicht geduldet wird. Die sogenannten „Unbeteiligten“ sind also sehr wohl beteiligt und müssen Stellung beziehen. Bitte die neutralen Mitschülerinnen oder Mitschüler, sich auf deine Seite zu stellen.
  3.  

  4. Vertraue dich deinen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern an. Anderen Menschen zu erzählen, dass du gemobbt wirst, ist kein Petzen! Solltest du nicht wollen, dass Lehrerinnen und Lehrer in deinem Namen etwas sagen, kann im Unterricht allgemein über Mobbing geredet werden. Dein Lehrerin oder dein Lehrer weiß, wie man mit der Situation umgeht, ohne dass du noch mehr gehänselt wirst. Vertraue dich also jemand an! Denn nur wenn Mobber merken, was sie einem antun oder sie zur Rede gestellt werden, hören die Schikanen auf.
  5.  

  6. Wenn du geschlagen oder bedroht wirst oder dir Geld weggenommen wird, dann gehe sofort zu deinen Eltern und zu deinem Lehrer oder deiner Lehrerin. Und zwar gleich beim ersten Mal! Denke dir nicht, dass es ja nicht so schlimm war und es bestimmt nie wieder vorkommt. Denn da irrst du dich. Wenn Mobber dich einmal erfolgreich erpresst haben, dann machen sie es immer wieder, so lange bis du den Mut hast, deine Stimme gegen sie zu erheben.
  7.  

  8. Du bist nicht allein! Auf Online-Foren wie Schüler gegen Mobbing und Mobbing – Schluss damit kannst du dich mit anderen Schülerinnen und Schülern, die geärgert und schikaniert werden, austauschen – geteiltes Leid ist halbes Leid!

Was kann ich tun, wenn ich Mobbing beobachte?

Solltest du Mobbing beobachten, sei kein Mitläufer, keine Mitläuferin, kein Schaulustiger oder keine Mitläuferin. Beziehe klar eine Gegenstellung zu den Mobbern. Somit kannst du deinen gemobbten Mitschüler oder Mitschülerin unterstützen und die Position des Mobbers deutlich schwächen. Denn der Täter oder die Täterin fühlt sich in seiner Macht bestätigt, wenn ihm oder ihr keiner widerspricht. Außerdem zeigt es viel mehr Charakter, wenn man sich für die „Schwächeren“ einsetzt, als auf der Seite der „Starken“ zu stehen. Und wer weiß, vielleicht wird das Mobbingopfer ja der nächste weltberühmte Superstar wie Rihanna oder Lady Gaga.

Titelbild: ©iStock.com/omgimages

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