Keine Panik bei Blackout: Wie du dem schwarzen Loch entgehen kannst

Plötzlich ist das Gehirn wie leergefegt ‒ Blackout. Doch das ist kein Weltuntergang. Wir verraten dir ein paar einfache Tricks, wie du Blackouts vermeidest, oder was tun kannst, wenn das Gehirn doch mal streikt.

Der Begriff Blackout kommt aus dem englischen „to black out‟ (übersetzt „abdunkeln”) und bezeichnet das plötzliche Versagen eines Zustandes. Doch genauso selten wie ein großer Stromausfall oder das Wegbleiben aller Medien, treten Blackouts in Prüfungssituationen auf. Überleg mal, wie viele Tests, Wettkämpfe, Klassenarbeiten und Prüfungen du schon gemeistert hast, ohne dass du oder einer deiner Mitstreiter einen Blackout hatte.
Sollte der seltene aber mögliche Fall eintreten, ist die oberste Regel: Ruhe bewahren! Bloß nicht in Panik verfallen ‒ dass macht das Ganze nur noch schlimmer. Denn keine Angst ‒ das Gelernte ist nicht urplötzlich weg, nur eben gerade nicht greifbar.

Im Vorfeld: Blackouts vorbeugen

Klar, wenn man sich nicht vorbereitet, keinen richtigen Zeitplan hat und versucht, einen ganzen Hefter in fünf Minuten in sich reinzupressen, dann ist der leere Kopf in der Prüfung vorprogrammiert. Aber das weiß man ja und trotz guter Vorbereitung kann einem der Übeltäter Blackout auflauern. Dem kann man aber durch folgende Tipps gut Abhilfe schaffen:

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Lernen mit Akronymen

Ein Akronym ist eine Art Initialwort, also eine Abkürzung für etwas, das man sich merken muss. Man verbindet dabei die Anfangsbuchstaben der wichtigsten Wörter einer Definition zusammen zu einer Abkürzung. Z. B. kann man die Definition von „Krankenversicherung‟ auf das Akronym „BEMU” abkürzen:

BEMU = Die Krankenversicherung erstattet die Behandlung bei Erkrankungen, Mutterschaft und Unfällen.

Auch viele Initiativen, Parteien, Kampagnen usw. werden auf Akronyme runtergekürzt. Beispielsweise bei „BUND”:

BUND“ = „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland”

Man macht also aus den Anfangsbuchstaben der zu lernenden Begriffe oder der Definition ein Wort. Vor allem wenn man sich keine feste Reihenfolge einprägen muss, eignet sich diese Methode besonders gut. Und es macht Spaß, eigene komische Wörter zuerfinden. Außerdem merkt man sich komische Sachen ja bekanntlich ganz gut. Zudem besteht ein Akronym immer aus so vielen Buchstaben, wie du auch Begriffe lernen musst, sprich, du vergisst auch nichts mehr, z. B bei Aufzählungen.

Lernen mit Eselsbrücken

Eselsbrücken sind Lernsprüche oder Merkverse, mit denen man sich per Mnemotechnik Fakten einprägen kann. Eine Eselsbrücke wäre z. B. der Merksatz für die vier Himmelsrichtungen:

Nie ohne Seife waschen“ = Norden, Osten, Süden, Westen

Oder der Lernspruch über die Reihenfolge der letzten Bundeskanzler:

Alle ehemaligen Kanzler bringen samstags knackige Semmeln mit“ = Adenauer, Erhard, Kiesinger, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel

In diesem Zusammenhang ist es auch sinnvoll, sich in einer schriftlichen Prüfung gleich die gelernten Eselsbrücken und Akronyme aufzuschreiben. So kann man durch wenige Wörter schon viel Stoff bereithalten, aus denen man sich dann das Wissen herleiten kann.

Notizen machen

Sinnvoll ist auch, sich die wichtigsten Fakten, die schwer zu lernen waren, sofort bei der Prüfung, dem Test oder der Klassenarbeit zu notieren. Am besten auf die Rückseite des Arbeitblattes, damit keiner denkt, dass du spickst. Oft ist es aber üblich, dass man Blätter gestellt bekommt, auf die man dann schreiben kann und wo klar ist, dass es sich nicht um einen Spickzettel handelt. Und was ist mit mündlichen Prüfungen? Da hat man meist Vorbereitungszeit und darf sich Notizen machen. Lass diese Zeit nicht verstreichen und nutze sie ‒ in der Prüfung wird dir das sehr helfen.

Verstehen statt auswendig lernen

Sachen einfach nur auswendig in sich hineinzupauken bringt gar nichts. Wichtig ist es, die Dinge richtig zu verstehen, um sie auch mit eigenen Worten erklären zu können. Am besten ist es, wenn man sich Fragen zu der entsprechenden Stoffeinheit stellt und sie dadurch aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Das hilft vor allem bei Fragen, die themenübergreifend gestellt werden. Daher ist es auch nie falsch, das neu Gelernte mit verwandten Themen und mit deinem bereits vorhandenen Wissen zu verknüpfen.

Nicht schon im Vorfeld Panik schieben

Das kennt sicher jeder: Mitschüler oder Freunde erzählen die schlimmsten Sachen über Horrorlehrer und was für fiese Fragen die doch stellen. Darauf solltest du nicht hören! Was bringt dir das auch ‒ die Prüfung oder Arbeit musst du so oder so ablegen. Meist sind das auch diejenigen, die wirklich schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber daran ist ja nicht immer der Prüfer oder Lehrer schuld. Generell ist es besser, gar nicht auf solche Geschichten zu hören und wenn, dann von jemanden der gute Erfahrungen hat und dir vielleicht noch ein paar wertvolle Tipps geben kann.

Diese Ratschläge können dir im Vorfeld helfen ‒ einen hundertprozentigen Schutz vor einem Blackout gibt es allerdings nicht. Daher kannst du im Folgenden nachlesen, was du tun kannst, wenn es dich wirklich mal erwischt.

Leerer Kopf ‒ was nun?

Mal kurz „aussteigen”

Das soll nicht heißen, dass du schlagartig den Raum verlassen sollst! Atme für ein paar Minuten ganz ruhig ein und aus und strecke dich dabei ausgiebig. Lockere deine Arme und Beine und versuche dadurch die innere Anspannung loszuwerden, die auf Grund dieser Situation hervorgerufen wurde. Und nicht vergessen: Bleib ruhig. Es ist noch nichts verloren und in drei Minuten kann die Welt schon wieder anders aussehen.

Wer nicht so der riesige Fan von Entspannungsübungen ist und das auch in so einer Situation echt nicht auf die Reihe kriegt, kann sich auch mal komplett durchschütteln und Mund und Augen ganz weit aufreißen und wieder zukneifen. Oft hilft es auch, seine Wut rauszulassen. Ok, das ist in so einer Situation nicht so einfach, aber du kannst z.B. deine Fäuste fest zusammenballen oder ein Blatt zerknüllen. Wenn dir das alles zu auffällig ist, kannst du auch leise und schriftlich auf ein Schmierpapier fluchen oder deine Kräfte über die Füße und Zehen ablassen, indem du diese hin und her bewegst. Hilfreich und ohne große Gesten oder Laute ist auch, seine Augen nach links und rechts, oben und unten zu rollen, egal, ob sie dabei offen oder geschlossen sind. Das solltest du nach Möglichkeit auch mehrmals wiederholen.

Ablenkung

Um dich kurz abzulenken gibt es für mündliche und schriftliche Prüfungen verschiedene Möglichkeiten. Bei beiden kannst du kurz etwas trinken, das ist sowieso wichtig und sollte dir auch niemand verbieten. In der mündlichen Prüfung kannst du den Prüfer bitten, die Frage nochmal zu wiederholen, auch um nachzuhaken, ob du sie richtig verstanden hast. Wichtig ist, dass dir Zeit zum Ruhigbleiben und Nachdenken eingeräumt wird.

In der schriftlichen Prüfung hast du, wenn die Prüfung länger dauert, sicher auch die Möglichkeit, etwas zu essen. Das kann dir auch neue Energie geben. Ansonsten kannst du die Aufgabe, die den Blackout ausgelöst hat, auch nochmal abschreiben, um sie besser zu verinnerlichen. Oder nummeriere deine Blätter, spitze deinen Bleistift an, überprüfe deine Tintenpatrone im Füller oder male zur kurzen Entlastung irgendwas auf ein Schmierblatt.

All diese Ablenkungs- und Entspannungstipps sollten aber nicht zu lange dauern. Wichtig ist, dass sie dich beruhigen und kurz runterbringen, so dass du nicht in Panik verfällst.Wenn du das geschafft hast und wieder ruhig durchatmen kannst, solltest du dich wieder auf den Stoff und die Prüfung konzentrieren.

Titelbild Um dich kurz abzulenken gibt es für mündliche und schriftliche Prüfungen verschiedene Möglichkeiten. Bei beiden kannst du kurz etwas trinken, das ist sowieso wichtig und sollte dir auch niemand verbieten. In der mündlichen Prüfung kannst du den Prüfer bitten, die Frage nochmal zu wiederholen, auch um nachzuhaken, ob du sie richtig verstanden hast. Wichtig ist, dass dir Zeit zum Ruhigbleiben und Nachdenken eingeräumt wird.

In der schriftlichen Prüfung hast du, wenn die Prüfung länger dauert, sicher auch die Möglichkeit, etwas zu essen. Das kann dir auch neue Energie geben. Ansonsten kannst du die Aufgabe, die den Blackout ausgelöst hat, auch nochmal abschreiben, um sie besser zu verinnerlichen. Oder nummeriere deine Blätter, spitze deinen Bleistift an, überprüfe deine Tintenpatrone im Füller oder male zur kurzen Entlastung irgendwas auf ein Schmierblatt.

All diese Ablenkungs- und Entspannungstipps sollten aber nicht zu lange dauern. Wichtig ist, dass sie dich beruhigen und kurz runterbringen, so dass du nicht in Panik verfällst. Wenn du das geschafft hast und wieder ruhig durchatmen kannst, solltest du dich wieder auf den Stoff und die Prüfung konzentrieren.


Titelbild: ©schankz/shutterstock.com

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