Was du nach deinem Abschluss machen kannst – 4 Wege zum Job

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung. Doch was sind die Unterschiede? Wir geben dir den Überblick, bei welcher Ausbildung du auch studieren kannst.

1. Die betriebliche Ausbildung

Fangen wir mit dem Klassiker an: Der betrieblichen Ausbildung oder auch „duale Ausbildung“. Hier bekommst du in drei Lehrjahren das vermittelt, was du für deinen Wunschjob können musst. Im Laufe einer Arbeitswoche bist du an einem Tag oder an zwei Tagen in der Berufsschule und lernst die Theorie. In der restlichen Zeit arbeitest du direkt im Unternehmen oder Betrieb mit. Hier bekommst du praktisch vermittelt, worauf es ankommt. Du erhältst je nach Lehrjahr ein bestimmtes Gehalt als Auszubildende/r. Der Durchschnitt für das dritte Lehrjahr beträgt knapp 900 Euro brutto. Bei Seiten wie Azubiyo kannst du dich über die durchschnittliche Vergütung deines Ausbildungsberufs informieren.

Solltest du bereits ein Abitur in der Tasche haben, kannst du die duale Ausbildung meistens verkürzen und bist nach zwei Jahren fertig ausgebildet.

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Wenn du eine Fremdsprache gut beherrschst, kann auch ein Auslandsaufenthalt während deiner betrieblichen Ausbildung spannend sein. Entweder hat dein Unternehmen Ableger im Ausland oder du kannst dich bei deiner Handels-, Handwerks- und Industriekammer über Wege ins Ausland informieren. Förderungen für Auslandsaufenthalte innerhalb der EU kannst du z. B. über ErasmusPlus beantragen.

Pro:

  • praktische Ausbildung
  • erstes Gehalt
  • direkte Einblicke in den Wunschberuf

2. Die schulische Ausbildung

Etwas umgedreht läuft eine Ausbildung an der Fachschule. Diese Schulen bilden in spezifischen Lehrberufen aus. Sie richten ihren Fokus stärker auf den Unterricht bzw. das Lernen im Klassenverband. Die Fachschulen bilden in Pflege- bzw. Gesundheitsberufen (z. B. Heilerziehungspfleger/in), im pädagogisch-sozialen Bereich (z. B. Erzieher/in) oder in kreativen Berufen (z. B. Mediengestalter/in) aus.

Die Fachschulen sind so ausgestattet, dass die praktischen Fähigkeiten bereits in der Schule geübt werden. Im Laufe der Ausbildung absolvierst du Praktika in den passenden Einrichtungen. An einigen Fachschulen geht der Praxisteil über ein gesamtes Praxisjahr, an anderen über mehrere Monate am Stück. Du bekommst in der Regel kein Ausbildungsgehalt und musst in einigen Fällen Gebühren für die Fachschule zahlen. Dafür kannst du jedoch einen Bafög-Antrag für Auszubildende stellen. Einen Überblick über anerkannte Abschlüsse von Fachschulen bekommst du auf der Webseite der Kultusministerkonferenz.

Pro:

  • zusätzliche schulische Inhalte
  • lernen in der Gruppe
  • Qualifizierung für Studium oder weitere Abschlüsse

3. Die Abiturientenausbildung

Wenn du eine Fachhochschulreife oder das Abitur hast, kannst du ein betriebliche Ausbildung machen, bei der du gleichzeitig eine weitere Zusatzqualifikation erhältst. Die „Abiturientenausbildung“ gibt dir mehr Einblicke in die Praxis als ein duales Studium. Du machst dabei zunächst nach zwei Jahren deine Prüfung für den klassischen Ausbildungsberuf, z. B. Bankkaufmann und lernst dann in den nächsten beiden Jahren deine Zusatzqualifikation, z. B. als Finanzassistent/in. Meistens werde diese Ausbildungen im kaufmännischen und im technischen Bereich angeboten. So erhältst du die Vorteile einer betrieblichen Ausbildung (Azubi-Gehalt), kannst dich jedoch bereits zu Beginn der beruflichen Karriere fortbilden und qualifizieren.

Pro:

  • Doppelabschluss
  • mehr Praxisanteile als im dualen Studium
  • gute Übernahmechancen im Betrieb

4. Die Ausbildung im öffentlichen Dienst

Um für die Ausbildung im gehobenen Dienst infrage zu kommen, brauchst du ein Abitur oder eine Fachhochschulreife. Du wirst dann im Rahmen eines dualen Studiums für drei Jahre ausgebildet. Den Praxisteil deiner Ausbildung absolvierst du in städtischen Betrieben oder Bundes- und Landesbehörden, wobei du nicht nur in der Verwaltung tätig bist, sondern auch in technischen Berufen ausgebildet werden kannst. Ausbildungsorte können z. B. die Polizei, die Feuerwehr, die Bundesbank, das Auswärtige Amt, aber auch städtische Bibliotheken sein. Genauere Hinweise über mögliche Ausbildungseinrichtungen bekommst du über die Webseite der Agentur für Arbeit. Du erhältst im Rahmen deiner Ausbildung ein Anwärtergehalt, was im Schnitt bei circa 1200 Euro brutto liegt.

Wenn du eine mittlere Reife hast, kannst du dich auf eine Ausbildung im mittleren Dienst bewerben.

Pro:

  • Beamtenverhältnis auf Widerruf
  • erstes Gehalt
  • Studienabschluss mit Praxiserfahrung

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Titelbild: © macondo/shutterstock.com

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