Konzentration – neun Übungen gegens Ablenken

Viele kämpfen mit Konzentrationsmangel. Besonders Kinder und Jugendliche lassen sich schnell ablenken. Mit Übungen kann die Konzentrationsfähigkeit trainiert werden. Probieren Sie aus, welche Übung Ihrem Kind oder Ihnen hilft.

1. Genau hinschauen

Lassen Sie Ihr Kind einen Gegenstand in seiner Umgebung suchen, z. B. einen Stiftebecher auf dem Schreibtisch. Ihr Kind soll diesen ganz genau betrachten. Dann schließt es die Augen, um zu versuchen, den Gegenstand im Kopf nachzuzeichnen. Anschließend vergleicht es den existierenden Gegenstand mit dem gedanklichen Bild.

Lassen Sie Ihr Kind diese Übung ein paar Mal wiederholen. Es wir nach einiger Zeit Dinge automatisch viel genauer betrachten, was besonders beim Einprägen von Schaubildern (z. B. in Bio) oder Landkarten (z. B. in Erdkunde) hilfreich ist.

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2. Buchstaben zählen

Ihr Kind sucht sich einen Textabschnitt in einem Buch. Lassen Sie Ihr Kind nun in diesem Absatz den Buchstaben „e” zählen. Anfangs kann ein Stift beim Zählen behilflich sein, mit etwas Übung sollte es jedoch auch ohne klappen.
Um die Aufgaben schwieriger zu machen, bitten Sie Ihr Kind, zwei oder mehrere Buchstaben gleichzeitig zu zählen. Mit dieser Übung trainiert es, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren und alles andere in der Umgebung auszublenden.

3. Schritte zählen

Auch das Schrittezählen ist konzentrationsfördernd. Sobald Ihr Kind sich verzählt hat, beginnt es einfach von vorne. Der Schwierigkeitsgrad der Übung kann gesteigert werden, indem Ihr Kind nur jeden zweiten oder jeden dritten Schritt zählt.

4. Spiegelverkehrt schreiben

Für das spiegelverkehrte Schreiben bedarf es einer hohen Konzentration und ist somit ein effektives Training. Bitten Sie Ihr Kind, erst einmal seinen Namen spiegelverkehrt zu schreiben. Wenn das klappt, können lange Wörter oder ganze Sätze geübt werden.


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5. Begriffe merken

Das Spiel „Ich packe meinen Koffer …” fördert die Kreativität und das Erinnerungsvermögen. Am besten spielt es sich mit mehreren Personen. Ein Mitspieler beginnt, indem er sagt: „Ich packe meinen Koffer und nehme mit …” und danach einen Gegenstand hinzufügt, z. B. „ein Handtuch”. Es dürfen durchaus verrückte Dinge in den Koffer eingepackt werden, z. B. „ein UFO”, das erhöht den Spaßfaktor. Der Nächste muss nun den Satz des Vorherigen wiederholen und einen weiteren Gegenstand in den Koffer packen. So geht es immer der Reihe nach. Es entsteht eine endlos lange und amüsante Packliste. Derjenige, der etwas vergisst oder durcheinanderbringt, fliegt raus. Wer zuletzt übrig bleibt, hat gewonnen.

6. Autogenes Training

Mit autogenem Training lernt Ihr Kind, sich zu entspannen. Nebenbei wird der Kreislauf gestärkt und die Konzentration gefördert. Besonders wichtig hierbei ist regelmäßiges Üben – am besten zweimal täglich, jeweils ca. sieben bis zehn Minuten.

Die Grundübung, die Ruheübung, ist die Basis aller weiteren Übungen:
Dazu legt sich Ihr Kind auf sein Bett und sagt sich im Kopf sechsmal den Satz „Ich bin vollkommen ruhig und gelassen!”.

Im zweiten Schritt kann es dann mit den eigentlichen Übungen beginnen, z. B. mit der „Schwereübung”. Hier geht es um Muskelentspannung. Dazu wiederholt Ihr Kind folgenden Satz immer wieder im Kopf: „Mein rechter Arm ist angenehm schwer”. Es folgt der linke Arm, das rechte Bein, das linke Bein und dann der ganze Körper. Dadurch entspannen sich die Muskeln. Zwischendurch wird immer wieder der Satz der Ruheübung zwischengeschoben: „Ich bin vollkommen ruhig und gelassen!”.

Beendet wird das autogene Training so: Hände zu Fäusten ballen, Arme beugen und strecken, tief einatmen, recken und strecken.

Es gibt noch viele weitere Übungen, z. B. die Wärme-, Atem-, Herz-, Sonnengeflechts- und Kopfübung. Im Internet finden Sie sehr gute Anleitungen zu diesen.

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