Richtiges Zeitmanagement beim Lernen – 8 Tipps

Die Hausaufgaben müssen erledigt werden, aber Ihr Kind hat noch nicht für die anstehende Mathearbeit geübt und dann wäre da noch der Zahnarzttermin. Wir haben Ihnen acht Tipps zum Zeitmanagement beim Lernen zusammengestellt.

1. Vorüberlegung: Wann ist Ihr Kind konzentriert?

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wann es sich am besten auf Hausaufgaben oder auf das Lernen konzentrieren kann. Manche Kinder sind nach einer kleinen Pause nach dem Mittagessen wieder voll aufnahmefähig, andere müssen sich erst einmal an der frischen Luft austoben. Ihr Kind kann sich am besten nachmittags konzentrieren? Dann legen Sie alle Freizeitaktivitäten auf den Abend. Lernt Ihr Kind am effektivsten am Abend, kann es den Nachmittag für Freizeit einplanen.
Diese Vorüberlegung ist wichtig, da Ihr Kind in seiner „eigenen Lernzeit” schneller, konzentrierter und dadurch effektiver arbeitet. Das spart Frust und Zeit!

2. Tatsächlichen Zeitaufwand einschätzen

Kein Mensch schafft es, in zehn Minuten ein Referat komplett vorzubereiten und auch für das Schreiben eines Aufsatzes muss mehr Zeit als eine Viertelstunde beanschlagt werden. Beobachten Sie Ihr Kind: Wie lange braucht es ungefähr für das Lösen der Mathehausaufgaben? Wie lange benötigt es, um zehn Englischvokabeln zu wiederholen? So können Sie beim nächsten Mal den tatsächlichen Zeitaufwand einplanen.

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3. Aufgabenliste erstellen

Wenn Sie nun wissen, wann Ihr Kind am effektivsten lernt und wie viel Zeit es für die Aufgaben benötigt, können Sie gemeinsam mit ihm eine Aufgabenliste erstellen. Diese Liste wird am Anfang jeder Woche angefertigt. So wissen Sie und Ihr Kind immer, welche Aufgaben in der Woche noch erledigt werden müssen. Wenn in der Woche neue Aufgaben hinzukommen, werden sie nachträglich der Liste hinzugefügt und in den Wochenplan integriert.


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4. Aufgaben priorisieren

Zu jeder auf dem Wochenplan stehenden Aufgabe wird eine Zahl von 1 bis 3 notiert. Eine 1 bedeutet, dass die Aufgaben sehr schnell erledigt werden müssen, eine 3 hingegen, dass sie nicht ganz so dringend sind.

Ein Beispiel:
Die Mathehausaufgaben, die am nächsten Tag gelöst vorliegen müssen, bekommen die Dringlichkeitsstufe 1. Bis zur nächsten Woche müssen 20 Seiten „Kabale und Liebe” gelesen sein, also ist das nur eine 3er-Aufgabe. Der Englischvokabeltest steht auch erst nächste Woche an, dann müssen jedoch die Vokabeln sitzen. Das Vokabellernen bekommt eine 2.

5. Tagesplan anfertigen

Anhand der wöchentlichen Aufgabenliste kann nun für jeden Tag ein Tagesplan erstellt werden. Hier wird genau festgelegt, was Ihr Kind an den einzelnen Tagen geschafft haben muss. Hier sollten natürlich die 1er-Aufgaben ganz oben stehen, gefolgt von den 2ern und am Ende der Woche stehen dann die 3er-Aufgaben auf dem Tagesplan. Auch der Zahnarzttermin kann natürlich auf dem Tagesplan verzeichnet werden.

6. Genug Zeit für die Aufgaben

Auf dem Tagesplan sollte für die einzelnen Aufgaben genug Zeit eingeplant werden, damit diese ohne Hektik erledigt werden können.

7. Pausen einplanen

Während der Lernzeit sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden, damit sich der Kopf kurz erholen kann. Vor einer Pause sollte sich Ihr Kind mit einer Aufgabe beschäftigen, die es gerne macht, z. B. die Hausaufgaben für das Lieblingsfach. So ist es nach der Pause unbewusst motivierter, sich wieder an den Schreibtisch zu setzen.

8. Freizeit schaffen

Die Tage Ihres Kindes sollten aber in keinem Fall ausgeplant sein. Denn ein lückenloser Kalender führt zu unnötigem Stress. Daher sollten Sie Ihrem Kind jeden Tag auch Zeit zu seiner freien Verfügung einräumen.

 

Titelbild: ©iStock.com/petrograd99

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