„Mach ich morgen!“ – wenn Kinder aufschieben

„Hast du für die Mathearbeit gelernt?“ – „Das mache ich morgen!“ Viele Kinder neigen dazu, Aufgaben aufzuschieben. Hier sollten Eltern aufmerksam sein.

Das Aufschieben ist ein Verhaltensmuster. Es lässt sich schnell an-, aber schwer wieder abtrainieren. Wenn Kinder ihre Aufgaben zwar knapp aber dennoch erledigen, gibt es noch keinen Grund zur Sorge. Eingreifen sollten Eltern, wenn die Qualität unter der knappen Zeit leidet oder die Aufgaben nach langem Aufschieben gar nicht erledigt werden.

Warum schieben Kinder Aufgaben auf?

Besonders in den ersten Schuljahren haben Kinder kein Gefühl dafür, wie lange die Erledigung einer bestimmten Aufgaben dauert. Komplexe Aufgaben wirken außerdem für sie wie ein riesiger Berg an Arbeit, der kaum zu erledigen ist. Kinder müssen erst lernen, sich zu organisieren und Aufgaben einzuteilen. Hier sind sie auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Oft kommt Druck hinzu: Sie möchten eine Aufgabe besonders gut erledigen oder aber sie glauben, das eine zu schwierig ist.

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Wie Sie als Eltern helfen können

Damit Kindern das Aufschieben überwinden oder es sich gar nicht erst angewöhnen, brauchen sie Hilfe von ihren Eltern.

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Mit Ritualen unterstützen: Rituale geben Kindern Sicherheit und lassen keinen Raum fürs Aufschieben. Legen Sie Zeiten fest, an denen die täglichen Aufgaben erledigt werden: So werden z. B. nach dem Mittagessen die Hausaufgaben gemacht. Nach einer kurzen Pause werden zehn Minuten Vokabeln wiederholt und vor dem Schlafen wird die Schultasche gepackt.

Nach Aufgaben fragen: Fragen Sie Ihr Kind nach den Schulaufgaben. Überlegen Sie gemeinsam, wann die Aufgaben erledigt werden können. So zeigen Sie Interesse, bauen aber keinen Druck auf.

Größere Aufgaben aufteilen: Sind unter den Aufgaben Ihres Kinder komplexere, so unterteilen Sie diese gemeinsam und verteilen Sie die Teilaufgaben, wenn es der Zeitplan zulässt, auf mehrere Tage.

To-do-Listen abarbeiten: To-do-Listen helfen nicht nur, Aufgaben zu strukturieren, sie machen sichtbar, was bereits geschafft wurde. Ein Erfolgsgefühl stellt sich ein und motiviert zum Weitermachen.

Belohnung in Aussicht stellen: Mit Belohnung ist nicht die neue Playstation gemeint. Viel mehr geht es darum, dass sich Ihr Kind auf etwas nach getaner Arbeit freuen kann, z. B. gemeinsames Eisessen, eine Folge der Lieblingsserie oder ein Fußballspiel mit Freunden.

Kein Druck: Kinder leiden oft am meisten, wenn sie Aufgaben aufschieben. Denn sie quälen sie im Hinterkopf. Deswegen sollte Druck vermieden und gemeinsam an der Lösung gearbeitet werden.

Keine Vergleiche: Auch wenn der Bruder seine Aufgaben sofort erledigt oder die Schwester alles in halber Zeit schafft, sollte das kein Druckmittel sein. Vergleiche demotivieren.

Gründe hinterfragen: Sollte Ihr Kind trotz allem Aufgaben immer wieder aufschieben, hinterfragen Sie die Ursachen: Stecken Versagensängste o. ä. hinter der Aufschieberei? Überlegen Sie mit Ihrem Kind, was die Gründe sein können. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich an die Schule oder an einen Schulpsychologen bzw. eine Schulpsychologin.

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Titelbild: © Twin Design/shutterstock.com

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