Programmieren lernen für Kinder zu Hause

Eine App, eine Webseite oder ein Spiel: Zeigen Sie Ihren Kindern, wie man diese Dinge nicht nur benutzt, sondern selbst programmieren kann.

Was muss man dafür können?

Dazu muss man eine der gängigen Programmiersprachen wie beispielsweise C++, Java oder Python beherrschen. Um Ihre Kinder spielerisch heranzuführen, bedarf es oft etwas mehr Kreativität, denn nicht jedes Kind möchte freiwillig das Programmieren erlernen.

Wie kann man Kinder für das Programmieren begeistern?

Dafür haben wir uns Rat bei einem Lehrer geholt, der unter anderem digitale Lehrmaterialien unter Creative Commons-Lizenz veröffentlicht. Der Deutsch- und Religionslehrer und Medienistik-Blogger Tobias Hübner kennt sich in der Welt der Digitalen Bildung aus. Hübner hat bereits einige Erfahrungen im Umgang mit Programmier-Tools im Unterricht, zum Beispiel mit Scratch: „Einige Schülerinnen und Schüler waren davon richtig begeistert und haben dann zu Hause noch weiter programmiert und die anderen Funktionen der Programmiersprache ausprobiert. Wenn man dieses ‚Aha-Erlebnis‘ vermitteln kann, ist schon sehr viel erreicht.“

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Aber reicht es nicht, wenn die Kinder WhatsApp bedienen können?

Deutschlehrer Tobias Hübner sieht das anders. Er sagt: „Das kommt darauf an, ob man Kinder zu Konsumenten oder Produzenten erziehen möchte. Zum Konsumieren reichen Kenntnisse in der Bedienung völlig aus. Wenn man allerdings möchte, dass Kinder in der Lage sein sollen, ihre mediale Umwelt selbst zu gestalten, ist etwas mehr Aufwand nötig. Ich denke, dass kein Schüler das Abitur machen sollte, ohne in Grundzügen zu verstehen, wie ein Computer und das Internet funktionieren.“

Beispiele für Tools, mit denen man zu Hause das Programmieren lernen kann

Das sehen wir genauso. Also haben wir nachfolgend ein paar Einsteigerprogramme zusammengestellt, mit denen Ihren Kindern das Programmierenlernen spielerisch nähergebracht werden kann.

  • Tynker: Tynker ist kursbasiert, man kann auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen spielerisch das Programmieren lernen. Dabei kann Ihr Kind Computer bauen und Zeichnen lernen oder Spiele und Videos selbst erstellen. Tynker funktioniert auch auf Tablets, ist aber zurzeit nur auf Englisch erhältlich.
  • Code Monkey: Das Online-Spiel CodeMonkey bringt Ihrem Kind das Programmieren spielerisch bei, indem es mit einem Äffchen versucht, möglichst viele Bananen einzusammeln. Das Spiel ist auf Englisch. Es gibt eine kostenlose Demo-Version.
  • CoderDojo: Ein CoderDojo ist ein kostenloser Programmier-Club für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17 Jahren. Die Treffen von Fach-Spezialisten und programmierinteressierten Kindern finden überall auf der Welt statt und sind immer ein großer Spaß. Bei uns wurde bereits ein CoderDojo veranstaltet.

Wenn Ihr Kind sich schon recht selbstständig fühlt und Spaß am Programmieren hat, kann es sich auch bei Jugend hackt anmelden und an Hackathons teilnehmen.

  • MIT-AppInventor: Das MIT hat sich daran gemacht, ein Tool zum Programmieren von Apps zu entwickeln. Das cloudbasierte Webprogramm App Inventor funktioniert ohne weitere Installation. Die eigene App kann Ihr Kind dann auch auf seinem Handy testen. Der App Inventor funktioniert jedoch nur auf Englisch.
  • Light Bot 2.0 (von Armor Games): Der kleine Light Bot ist ein Roboter, der blaue Kacheln zum Leuchten bringen kann. Das ist Ziel dieses Spiels. Die Anweisungen sind auf Englisch, aber man arbeitet viel mit einfachen Symbolen, sodass sich auch jüngere Kinder schnell zurechtfinden.
  • Code Combat: Im Online-Spiel Code Combat bewegt Ihr Kind den Helden mittels Codes und kann dabei spannende Aufgaben lösen. Das Spiel ist ansprechend im Comic-Design gehalten und auf Deutsch.

Weitere Informationen Tipps zu kostenlosen Programmier-Tools finden Sie auch im Lehrer-Magazin.

Titelbild: privilege/shutterstock

Was Sie jetzt tun sollten ...

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