Bewusst leben: Wie du zufriedener mit dir bist

Wenn du zufrieden bist, bist du ausgeglichener, selbstbewusster und erreichst deine Ziele leichter. Mache den Test und finde heraus, wie zufrieden du bist und was du verbessern kannst.

Was bedeutet es, zufrieden zu sein?

Zufriedenheit ist ein Zustand deines Körpers und des Geistes. Bist du zufrieden, dann möchtest du die aktuelle Situation – um dich herum und in dir – nicht ändern. Im Gegensatz zum Glücklichsein ist Zufriedenheit länger anhaltender. Zufriedenheit ist dabei weniger euphorisch, geht aber tiefer.

Bist du zufrieden, dann:

  • fühlst du dich wohl,
  • hast du Wünsche und Ziele für deine Zukunft,
  • lässt du dich von Misserfolgen nicht unterkriegen,
  • bist du selbstbewusster,
  • kannst du dich selbst verwirklichen.

Zur Zufriedenheit gehört Unzufriedenheit

Damit Zufriedenheit entstehen kann, müssen deine Erwartungen und Ziele mit der Realität weitestgehend übereinstimmen. Wichtig ist zu verstehen, dass Zufriedenheit kein dauerhafter Zustand ist. Als Mensch strebst du danach, dich weiterzuentwickeln, dir neue Fragen zu stellen und dich selbst herauszufordern. Dadurch bist du „unzufrieden“ und wächst gleichzeitig an deinen Aufgaben. Das heißt also, dass Unzufriedenheit erst mal nichts Schlechtes ist, sondern als Gegenpol zur Zufriedenheit funktioniert. Nur, wenn du ab und zu unzufrieden bist, kannst du auch zufrieden sein. Die dauerhafte Unzufriedenheit ist jedoch ein Problem, da sie dich grübeln lässt, dich hemmt und du den Glauben an dein Können verlierts.

Damit du nicht an den eigenen Ansprüchen scheiterst, kannst du üben, zufriedener mit dir zu sein, also gelassener auf das Scheitern bzw. schwierige Umstände zu reagieren.

3 Übungen für mehr Zufriedenheit

Übung 1: Baue Routinen auf.

Zufriedenheit-Ubung-Routinen

Wie sieht dein Schulalltag aus? Hast du Routinen, die dir helfen, dich zu organisieren? Umso besser du deine eigenen Routinen findest, umso mehr Zeit hast du für deine Ziele. Routinen helfen dir dabei, dich leichter auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Dadurch kannst du dich in deiner Freizeit besser entspannen und dich auf die schönen Momente des Tages zu freuen.

Versuche als Übung deinen Morgen so zu gestalten, dass du nur 30 Minuten vom Aufstehen bis zum Losgehen brauchst. Kläre dazu folgende Punkte bereits am Abend vorher:

  1. Was möchtest du am nächsten Tag anziehen?
  2. Ist deine Schultasche vollständig gepackt?
  3. Musst du noch Unterschriften von deinen Eltern einholen?
  4. Ist dein Lunch für die Mittagspause vorbereitet?
  5. Bist du geduscht (und sind deine Haare gewaschen)?

Wenn du dich abends vorbereitest, hast du morgens keinen Stress und schaffst es locker, in 30 Minuten abfahrbereit zu sein. Ob du dann wirklich losgehst oder dir noch Zeit für ein ausgiebiges Frühstück lässt, bleibt dir überlassen.

Übung 2: Achte auf deinen Körper.

zufriedenheit-Uebung-Korper

Wenn du den ganzen Tag sitzt, verschlechtert sich deine Haltung. Du hängst spätestens ab dem Nachmittag auf deinem Stuhl, fühlst dich müde, schlapp und unmotiviert.

Um das zu ändern, solltest du mindestens alle 15 Minuten deine Haltung ändern. Wenn du aufrecht sitzt, bist du wacher, aufmerksamer und bereit, dich z. B. im Unterricht einzubringen. Außerdem solltest du mindestens einmal alle 60 Minuten aufstehen und herumlaufen. So regst du deine Durchblutung an und versorgst deinen Kopf mit Sauerstoff. Natürlich sollst du nicht einfach während des Unterrichts aufstehen, sondern eher in der Pause. Aber auch zu Hause beim Lernen ist es wichtig, dass du dich regelmäßig bewegst.

Dein Körpergefühl hat auch etwas mit deiner Zufriedenheit zu tun. Achte auf die folgenden Faktoren:

  1. Ausreichend Schlaf: 7–9 Stunden pro Nacht sind ideal, auch unter der Woche
  2. Regelmäßige Bewegung im Alltag: Treppen steigen statt Aufzug fahren, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule
  3. Sport treiben: mind. 2-mal in der Woche
  4. Abwechslungsreich essen: Jeden Tag Obst und Gemüse, eher Vollkorn- statt Weißmehlprodukte und 1,5–2 Liter Wasser/ungesüßten Tee pro Tag trinken

Übung 3: Sage Danke und nimm Komplimente an.

Zufriedenheit-Ubung-Dankbarkeit

Wer dankbar ist und nicht nur darauf achtet, was andere mehr haben, ist zufriedener. Mache die folgende Übung, um dir selbst deutlich zu machen, worüber du dich freuen kannst:

Schreibe zehn Dinge auf, für die du dankbar bist, z. B. eine liebe Nachricht von einem Freund, ein geplanter Ausflug am Wochenende, ein leckerer Mittagssnack etc. Schließe dann die Augen, atme ein paar Mal ruhig ein- und aus und denke an die Dinge, die dich glücklich machen. So nimmst du diese positiven Dinge in deinem Leben bewusster wahr und konzentrierst dich nicht zu stark auf das Negative.

Auch Komplimente sind etwas Positives, dass du wertschätzen solltest. Komplimente sind nicht selbstverständlich. Sie bedeuten, dass du etwas besonders gut gemacht hast oder dich besonders angestrengt hast. Du kannst also stolz auf dich sein. Wenn du das nächste Mal ein Kompliment erhältst, tu es nicht einfach ab. Sage Danke und freue dich darüber, denn dein Erfolg gibt dir recht.

Hast du weitere Tipps, wie man zufriedener werden kann? Schreibe uns gern einen Kommentar unter diesen Beitrag.

Weitere Artikel: