Berufe für die Zukunft – 19 gefragte Jobs, die nicht jeder kennt

Was macht eigentlich ein Data Scientist? Und baut ein/e IT-Architekt/in virtuelle Häuser? Wir stellen 19 seltsam klingende Berufe vor, die in der Zukunft immer wichtiger sein werden.

Der Schulabschluss ist geschafft – aber wie geht es jetzt weiter? Mit dem Fortschritt der Digitalisierung und Vernetzung entstehen immer neue Berufsfelder. Einige sind vertraut, bei anderen lässt sich schon der Name kaum aussprechen. Was sich dahinter verbirgt, erfährst du hier.

3D-Druck-Experte/-Expertin

In vielen Bereichen werden Einzelteile nicht mehr per Hand gebaut, sondern mit 3D-Druckern hergestellt. Diese Technik macht man sich z. B. in der Flugzeugentwicklung oder sogar in der Medizin zu Nutze. Meist handelt es sich bei 3D-Druck-Experten/-Expertinnen um Fachleute aus den Bereichen Werkstofftechnik, Konstruktion und Produktionsplanung. Mittlerweile gibt es für Ingenieure und Ingenieurinnen berufsbegleitende Weiterbildungsangebote zum 3D-Druck. Ein Maschinenbaustudium kann ebenfalls in dieses Berufsfeld führen.

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BIM-Manager/-in

Die Abkürzung BIM steht für Building Information Modeling. Dabei geht es um das Erstellen digitaler 3D-Modelle, z. B. von Gebäuden, im Bereich Bauwesen und Architektur. BIM-Manager/-innen sind quasi die digitalen Bauleiter/-innen und müssen ein gutes visuelles Vorstellungsvermögen haben. Dieser Beruf wird meist von Fachkräften aus der Gebäudetechnik, der Energieberatung, von Ingenieuren/Ingenieurinnen oder Konstrukteuren/Konstrukteurinnen ausgeübt. Eine spezielle Ausbildung oder einen Studiengang im BIM-Management gibt es bisher nicht.

IT-Architekt/-in

IT-Architekten und -Architektinnen erstellen Pläne für eine gute Infrastruktur im Bereich Informations- und Datenverarbeitung. Meist handelt es sich dabei um externe Berater/-innen, die Unternehmen beispielsweise beim strategischen Aufbau eines Computernetzwerks unterstützen. Um diesen Beruf ausüben zu können, braucht man Erfahrung in den Bereichen Informatik oder Wirtschaftsinformatik. Gebraucht werden IT-Architektinnen und -Architekten in den Bereichen Medizintechnik, Telekommunikation, in der Automobilindustrie etc.

Content-Manager/-in

Als Content-Manager/-in plant, gestaltet und betreut man Online-Inhalte. Das können Texte, Fotos, Videos oder andere Medien sein, die erstellt und auf einer Webseite hochgeladen werden. Im Content-Management arbeiten meist Online-Redakteurinnen und -Redakteure, aber auch Mediengestalter/-innen. Viele Unternehmen, die eine Webseite betreiben, auf der Artikel oder Produktbeschreibungen hochgeladen werden, beschäftigen eine/n Content-Manager/-in.

Cyber-Security-Experte/-Expertin

Auch im World Wide Web gibt es Diebstahl und Betrug. Cyber-Security-Expertinnen und -Experten bilden daher eine Art digitale Polizei. Sie schützen die Daten eines Unternehmens und beraten Firmen bezüglich IT-Sicherheit. Dieser Beruf setzt ein abgeschlossenes Studium im Bereich Informatik bzw. Software-Technik oder eine vergleichbare IT-Ausbildung voraus.

Data Scientist

Der Begriff Data Science bedeutet „Wissenschaft der Daten“. Und Daten gibt es, gerade im Internet, unglaublich viele. Data Scientists arbeiten mit Online-Datenbanken und Suchalgorithmen und müssen sich daher sehr gut mit Informatik auskennen. Unternehmen profitieren von Data Scientists, weil diese dafür sorgen, dass wichtige Informationen besser auffindbar und nutzbar sind. In Deutschland gibt es Data-Science-Studiengänge bereits an einigen Universitäten. Ansonsten bilden ein Informatikstudium oder eine vergleichbare Ausbildung die Grundlage für den Beruf.

Drohnen-Pilot/-in

Das klingt eher nach einem Hobby als nach einem richtigen Beruf? Verständlich. Doch schon in einigen Jahren wird Drohnentechnologie einen großen Bestandteil gerade im Versandhandel einnehmen. Die Verantwortung für die Planung und Koordinierung des Flugbetriebs werden vor allem Fachkräfte in den Bereichen Maschinenbau, Vermessungstechnik, Fotografie und IT übernehmen.

Ingenieur/-in für Energietechnik

Die Speicherung, Umwandlung und Nutzung von Energie wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema sein. In diesem Bereich werden Fachkräfte gesucht, die den Bau von Kraftwerken und Energiegewinnungssystemen planen. Dabei wird der Schwerpunkt vor allem auf erneuerbaren Energien liegen. Ein Studium im Bereich Energietechnik ist hier die Voraussetzung.

Ingenieur/-in für Robotik und Autonome Systeme

Selbstfahrende Autos oder Bergungsroboter klingen spannend? Dann passt der Beruf Ingenieur/-in für Robotik und Autonome Systeme. Dabei ist man vor allem für die Konzeption, die Entwicklung und die Programmierung von intelligenten Assistenzsystemen und Robotern zuständig. Auch in der Beratung finden sich Vertreter/-innen dieser Berufsgruppe. Mittlerweile gibt es an vielen Universitäten Robotik-Studiengänge. Weitere Informationen zu diesem Beruf findest du in dem Interview mit Professor Ivo Boblan.

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Neben den Bereichen Rechnungswesen, Auftragsbearbeitung, Marketing, Beschaffung von Materialien und Personalverwaltung zählen auch Eventplanung und andere unternehmensspezifische Aufgaben zu den Tätigkeiten einer Kauffrau/eines Kaufmanns für Büromanagement. Wer den Beruf ergreifen möchte, muss eine duale Ausbildung machen.

Kaufmann/-frau im E-Commerce

Auch hierbei handelt es sich um einen Ausbildungsberuf. Im Bereich E-Commerce geht es in erster Linie um den Online-Handel von Unternehmen. Produkte müssen auf der Webseite eingepflegt, Marketing-Maßnahmen entwickelt, Kunden und Kundinnen beraten und Verkaufszahlen analysiert werden. Dies gehört alles zu den Aufgaben einer Kauffrau/eines Kaufmanns im E-Commerce.

Lebensmitteltechnologe/-technologin

Im Bereich Lebensmitteltechnologie geht es vor allem um die Lebensmittelherstellung. Das heißt, Rohstoffe werden angenommen, verarbeitet und verpackt. Dabei ist ein/e Lebensmitteltechnologe/-technologin dafür zuständig, dass alles reibungslos funktioniert und das Endprodukt keine Qualitätsmängel vorweist. Ein Studium im Bereich Lebensmitteltechnologie qualifiziert für diesen Beruf.

Mobile Developer/-in / App Developer/-in

Wer sich nichts Spannenderes vorstellen kann, als selbst eine App für mobile Endgeräte zu entwickeln, für den ist der Beruf des App Developer / Mobile Developer vielleicht das Richtige. Die Entwickler/-innen sind zudem für den Test der App vor dem Verkauf und das Hochladen in den jeweiligen App Store zuständig. Für diesen Beruf braucht man ein abgeschlossenes Informatikstudium oder eine vergleichbare Ausbildung.

Online-Marketing-Manager/-in

Der Bereich des Online-Marketings ist sehr weit gefasst. Der Beruf des Content Developers zählt beispielsweise auch zum Bereich des Online-Marketings. Zu den Aufgaben einer Online-Marketing-Managerin oder eines Online-Marketing-Managers gehören die Ausarbeitung und Durchführung von Werbemaßnahmen im Internet. Diese sollen dazu beitragen, die Bekanntheit und Reichweite eines Unternehmens zu steigern.

Supply-Chain-Manager/-in

Supply Chain ist der englische Begriff für Lieferkette. Denn genau dafür ist ein/e Supply-Chain-Manager/-in zuständig: Alle Aktivitäten, von der Beschaffung der Rohstoffe über die Produktion, den Transport zum Endkunden bis hin zur Abfallentsorgung, fallen in diesen Bereich. Diese Prozesse müssen geplant, überprüft und optimiert werden.  Supply-Chain-Management gibt es mittlerweile auch als Studiengang im Fachbereich Logistik.

Technische/-r Systemplaner/-in

Die Schnittstelle zwischen Ingenieuren/Ingenieurinnen bzw. Architekten/Architektinnen und Mechanikern/Mechanikerinnen bzw. Installateuren/Installateurinnen bilden Technische Systemplaner/-innen. Zu ihren Aufgaben gehören die detaillierte Planung von technischen Anlagen sowie die Zeichnung und Erstellung von 3D-Modellen. Ideen werden in konkrete digitale Modelle und Grundrisse umgesetzt, die dann beim Bau als Vorlage dienen. Den Beruf kann man im Rahmen einer Ausbildung erlernen.

Technische Übersetzer/-in

Jeder kennt den Beruf des Dolmetschers bzw. der Dolmetscherin. Doch vor allem für die Übersetzung technischer Handbücher und Bedienungsanleitungen werden Sprachtalente händeringend gesucht. Hier ist sowohl ein sprachliches, als auch ein technisches Verständnis von Nutzen. Ein Studium im Bereich Sprachwissenschaften oder eine vergleichbare Ausbildung bilden die Voraussetzung für den Beruf.

Umweltschutztechniker/-in

Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz werden immer wichtiger. Umweltschutztechniker/-innen sind beispielsweise dafür zuständig, Rußpartikelfilter in Verbrennungsanlagen einzurichten bzw. zu überprüfen oder beim Bau von Kläranlagen beratend tätig zu sein. Auch bei der Einhaltung von Umweltschutzbestimmungen innerhalb von Unternehmen werden Umweltschutztechniker/-innen gebraucht. Hierbei handelt es sich um einen Ausbildungsberuf.

User-Experience-Designer/-in (UX-Designer/in)

Bei diesem Beruf steht, wie der Name sagt, das Erlebnis des Nutzers bzw. der Nutzerin im Vordergrund. UX-Designer/-innen gestalten digitale Produkte oder Services so, dass sich Webseitenbesucher/innen gut zurechtfinden und schnell an ihr Ziel gelangen. Im Rahmen eines Studiums, z. B. UX-Design und Digital Experience, erwirbt man die für den Beruf nötigen Fähigkeiten.

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 Titelbild: © kckate16/shutterstock.com

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