Wie schwer ist es, vegan zu leben?

Vegan zu leben liegt im Trend – dennoch sind viele von dem Lebensmodell erst mal abgeschreckt. Aber wie schwer ist das eigentlich wirklich?

Es heißt, der Mensch brauche 66 Tage, um sich vollständig an etwas zu gewöhnen. Das gilt sicher auch bei Essgewohnheiten: Wer jahrelang Fleisch, Fisch und Käse auf dem Teller hatte, dem fällt der Verzicht darauf anfangs sicher nicht leicht. Dabei ist es heute gar nicht allzu schwer, vegan zu leben.

Vegan – was heißt das überhaupt?

Laut einer Umfrage von 2016 ernähren sich 1,3 Millionen Menschen in Deutschland vegan.
Veganer verzichten komplett auf Nahrungsmittel, die Tierprodukte enthalten oder mit solchen hergestellt werden. Vegan zu leben heißt aber noch mehr: Viele Veganer achten auch bei ihrer Kleidung darauf, dass diese ohne Tierprodukte hergestellt wurde. Lederjacke und Lederschuhe sind also tabu. Neben veganen Getränken gibt es auch vegane Kosmetik und Körperpflegeprodukte. Diese findet man mittlerweile in fast jedem Drogeriemarkt. Es gibt quasi nichts, was es nicht auch in einer veganen Variante gibt.

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Ersetzen statt verzichten

Oftmals wird Veganern vorgeworfen, dass ihre Ernährung nicht alle für den Körper notwendigen Nahrungsstoffe bereitstellt. Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen, denn die meisten Nährstoffe finden sich auch in veganen Lebensmitteln: Omega-3-Fettsäuren stecken nämlich nicht nur in Fisch, sondern auch in Walnüssen. Proteine kommen vor allem in Fleisch vor – aber auch Getreide ist voll davon.

Möchte man auf einiges nicht verzichten, kann man dies ersetzen. Wenn du z. B. gern Joghurt isst, könntest du mal Soja-Joghurt probieren. Mandel- oder Sojamilch im Kaffee und Tee schmecken genauso gut, wenn nicht oft besser als das Kuhprodukt. Und was Käse angeht, gibt es auch schon einige gute Ersatzprodukte, die aus einer Vielzahl an tierfreien Nährstoffen hergestellt werden.

Unverhofft vegan

Viele Lebensmittel, von denen man es nicht vermuten würde, sind nicht vegan. Fruchtsäfte werden oft mit Gelatine geklärt, auch in Cerealien kann Gelatine enthalten sein.
Andere Produkte sind hingegen unverhofft vegan: Viele Zartbitterschokoladen oder Erdnussbutter sind lecker und komplett tierfrei. Vegan zu leben ist also gar nicht so kompliziert, wie du vielleicht denkst.

Wie schwer es ist, hängt auch von deinem Wohnort ab

Die meisten Ersatzprodukte findet man schon im Supermarkt. Sogar die großen Discounter und Drogerieketten haben mittlerweile vegetarische und auch vegane Produkte im Sortiment. Wie einfach es ist, sich vegan zu ernähren, hängt allerdings auch vom Wohnort ab.
In großen Städten wie Berlin gibt es vegane Spitzenrestaurants. Und so ziemlich jede Imbissbude hat mindestens eine vegane Option auf der Speisekarte. In kleineren Städten sieht das manchmal etwas schwieriger aus, da muss man kreativ werden. Eine Portion Pommes mit Ketchup gibt es überall und ist meistens vegan. Oder eine Pizza Marinara: Pizzateig, Olivenöl, Tomatensauce, Knoblauch und Oregano. Da braucht es gar keinen Käse mehr.

Aber ob nun vegan, vegetarisch oder Mischkost – Hauptsache, du ernährst dich ausgewogen und bewusst. Und damit kannst du sofort anfangen. Nach spätestens 66 Tagen ist es dann auch Gewohnheit.

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Über die Autorin

Yasmin P.

Yasmin P. ist in Berlin geboren und aufgewachsen, hat Islamwissenschaft studiert, arbeitet als freie Autorin und Journalistin. Neben Sprachen interessiert sie sich vor allem für Kultur, Musik und alles, was den Menschen noch so bewegt. Bild: © Alicia Kassebohm




Titelbild: © Quanthem/shutterstock.com

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