„sofatutor motiviert die Schüler*innen – und gibt mir als Lehrkraft Luft.”

Interview mit Philipp Person, Fachlehrer für Deutsch und Geschichte sowie Koordinator für digitale Lernangebote an der Elbschule Glückstadt

​Die Elbschule Glückstadt ist eine Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein, die sich durch ein inklusives und differenziertes Bildungskonzept auszeichnet. Sie nutzt eine Schullizenz mit Vollzugängen bei sofatutor, über die Lehrkräfte und Schüler*innen Zugriff auf sämtliche digitalen Lerninhalte und Tools haben – im Unterricht und zu Hause.

Elbschule-Glückstadt

Herr Person, was macht Ihre Schule aus – und was fordert Sie besonders?

Die Elbschule ist eine Gemeinschaftsschule mit den Klassenstufen 5 bis 10, und sie steht exemplarisch für viele Schulen, die sich mitten im Wandel befinden. Wir haben eine sehr heterogene Schülerschaft – sozial, sprachlich, in Bezug auf Leistungen. Das bedeutet: Wir müssen in jeder Stunde mitdenken, wie wir Kinder und Jugendliche auf unterschiedlichen Niveaus erreichen. Das geht weit über die klassische Differenzierung hinaus. Gleichzeitig sehen wir uns mit einer Vielzahl zusätzlicher Aufgaben konfrontiert – neue Fachanforderungen, Konzepterstellungen, Verwaltungsaufgaben, die oft wenig praxisnah wirken. Vieles davon bleibt an einzelnen Personen hängen. Aber genau das macht unsere Arbeit auch besonders wichtig, – weil wir hier vor Ort unmittelbar spüren, was funktioniert und was nicht und weil wir die Möglichkeit haben, Schule konkret zu gestalten.

Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?

Digitale Tools sind für uns keine Ersatzlösung, sondern gezielte Unterstützungsangebote. Wir versuchen nicht, analogen Unterricht einfach in ein digitales Format zu übertragen, sondern fragen: Wo hilft uns ein Tool wirklich weiter? Wir nutzen verschiedene Tools – unter anderem sofatutor. Wichtig ist uns dabei, dass das Kollegium mit entscheidet, welche Tools wie und wann eingesetzt werden. Wir testen, tauschen uns aus, justieren nach. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll echte Mehrwerte bringen – für Lehrkräfte und für die Schüler*innen.

Wie setzen Sie sofatutor konkret ein?

Wir nutzen sofatutor über alle Jahrgangsstufen hinweg – von Klasse 5 bis 10, in verschiedenen Fächern. Besonders effektiv ist der Einsatz als Einstieg in neue Themen, wenn ein gut gemachtes Video die Aufmerksamkeit bündelt – gerade bei einer Generation mit zunehmend kürzerer Konzentrationsspanne. Auch zur Wiederholung und Vertiefung einer Einheit ist die Plattform sehr hilfreich. In der Hausaufgabenbetreuung spielt sie ebenfalls eine wichtige Rolle – dort haben die Schüler*innen die Ruhe, sich mit den Inhalten in ihrem Tempo auseinanderzusetzen. In unserer Übergangsklasse – für Kinder, die aktuell nicht regulär beschulbar sind – nutzen wir sofatutor gezielt zur Schulgewöhnung. Das interaktive Lernen ist da ein guter Einstieg zurück in einen geregelten Schulalltag.

Was bedeutet das für Ihren Schulalltag?

Es bringt vor allem Übersicht und Struktur. Ich kann als Lehrkraft genau sehen, wer welche Aufgaben wie bearbeitet hat – das ermöglicht eine viel gezieltere Unterstützung. Gleichzeitig sehe ich: Diejenigen, die motiviert sind und mehr lernen wollen, nutzen die Plattform sehr intensiv – freiwillig, nicht weil sie müssen. Und das ist ein starker Indikator dafür, dass hier ein Zugang geschaffen wird, der funktioniert. Besonders im Bereich Deutsch als Zweitsprache ist das hilfreich. Die Inhalte sind sprachlich klar, visuell ansprechend und ermöglichen selbstständiges Üben – das motiviert und stärkt. Auch für die Unterrichtsvorbereitung oder in Vertretungssituationen entlastet mich sofatutor deutlich. Die Inhalte sind „ready to go“, und ich weiß, dass die Schüler sinnvoll arbeiten. Sofatutor motiviert die Schüler – und gibt mir als Lehrkraft Luft.

Wie wurde die sofatutor Lizenz bei Ihnen finanziert?

Wir sind seit 2021 “Perspektivschule” und seit 2024 auch im Startchancen-Programm. Über das Perspektivbudget konnten wir die sofatutor-Lizenz anschaffen. Das ist für uns ein Glücksfall – weil es uns echte Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Besonders positiv finde ich, dass wir individuell entscheiden können, was für unsere Schulgemeinschaft sinnvoll ist. Die Startchancen-Mittel werden diesen Spielraum nochmal erweitern.

Ein letztes Thema – was hat es mit den Tieren an Ihrer Schule auf sich?

(lacht) Ja, wir haben tatsächlich drei Schulhunde, Meerschweinchen und ein Aquarium mit Fischen. Die Tiere sind ein wichtiger Teil unseres pädagogischen Alltags. Sie helfen vor allem im emotional-sozialen Bereich: Sie stabilisieren, schaffen Vertrauen, beruhigen in Stresssituationen – und sie machen unsere Schule zu einem Ort, an dem man sich wohlfühlen kann. Gerade für Kinder mit schwierigen Startbedingungen ist das ein echter Mehrwert.