Whiteboard-Videos selbst erstellen

Sie nutzen digitale Medien im Unterricht? Sie wollen selbst kreativ werden? So erstellen Sie ein Whiteboard-Video ganz leicht selbst.

Was Sie benötigen:

  • einen internetfähigen Laptop oder PC
  • ein Notizbuch für Ihre Idee
  • ein Softwareprogramm zur Erstellung des Whiteboard-Videos,z.B.Sparkol VideoScribe, Camtasia, Pow Animation Tool, Go Animate.
  • digitales Material: Figuren, Screenshots, Bilder, Beispiele
  • evtl. ein Mikrofon


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1. Schritt: Die Story

Legen Sie eine Story für Ihr Whiteboard-Video fest. Was wollen Sie der Klasse in Ihrem Video erklären? Soll das Video vertiefend oder einführend eingesetzt werden? Soll es unterhaltsam, informativ oder problemorientiert gestaltet sein? Das Video sollte nicht länger als fünf Minuten sein.

2. Schritt: Die Software und ihr Einsatz

Installieren Sie eine Software zur Erstellung Ihres Whiteboard-Videos. Es gibt viele Progamme, die einen Test-Zugang anbieten, z.B.Sparkol VideoScribe, Camtasia, Pow Animation Tool, Go Animate. Dabei kann man die Software für verschiedene Möglichkeiten einsetzen: Man kann ein komplettes Video im Programm produzieren. Dann dient das Whiteboard als Projektionsfläche im Unterricht. Eine andere Variante ist das Abfilmen einer Story, die mithilfe eines Whiteboards gestaltet wurde. Hier nutzen Sie die Software, um das Material zu schneiden und mit Ton zu unterlegen.

3. Schritt: Die Figuren und die Schrift

Falls Sie vorhaben, mehrere Videos anzufertigen, sollten Sie eine wiederkehrende Figur verwenden. Sie hilft Ihren Schülerinnen und Schülern, die Zusammenhänge leichter zu erfassen. Außerdem sollte die verwendete Schrift im Video gut lesbar sein. Aber keine Angst: Sollte Ihre eigene Handschrift dafür eher nicht geeignet sein, lässt sich in der Software auch eine Schrift auswählen. So muss nicht „wirklich“ mit der Hand geschrieben werden.

4. Schritt: Die Aufnahme

Für die Aufnahme brauchen Sie bei einem circa dreiminütigen Video etwa zwei Stunden. Dafür sollten Sie sich vorab am besten mit der Software für das Whiteboard-Video vertraut machen, Ihre Figuren und Schriften festgelegt und die Story des Videos aufgeschrieben haben. Dann geht es los – Aufnahme läuft!

5. Schritt: Der Schnitt und Ton

Anschließend geht es um die akustische Untermalung. Je nach Story ist dafür eine eigene Stimmaufnahme sinnvoll, die das Gezeigte erklärt. Sie können das Video auch mit Creative-Commons-Musik, also frei verfügbarer Musik, unterlegen. Nutzen Sie Musik und Stimme, um Spannung zu erzeugen und den zu vermittelnden Stoff prägnant zu gestalten.

6. Schritt: Die Qualitätskontrolle

Abschließend sollten Sie Ihr Whiteboard-Video einer fachfremden Person sowie einer fachlich ausgebildeten Person zeigen. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Video von Ihren Schülerinnen und Schülern verstanden wird. Außerdem können eventuelle Flüchtigkeitsfehler vermieden werden. Jetzt brauchen Sie Ihr Video nur noch in einem gängigen Format z.B. bei YouTube hochladen und mithilfe des Beamers und Ihres Whiteboards/Ihrer Leinwand zeigen.

7. Schritt: Anwenden und veröffentlichen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Whiteboard-Video in den Unterricht einzubinden: Das Video lässt sich pausieren, wiederholen oder fortsetzen und kann so Ihren Unterricht gestalten. Ähnlich haben wir es in der Unterrichtsstunde zur freien Erörterung in Deutsch gezeigt.

Außerdem können Sie Ihren Unterricht umdrehen und mit der Flipped-Classroom-Methode arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich mit dem Video zu Hause auf den Unterricht vor. Fragen und Unklarheiten werden dann im Unterricht geklärt.

Schließlich können sich Ihre Schülerinnen und Schüler auch während des Unterrichts mithilfe des Videos in Lernstationen den Stoff selbstständig und in eigenem Tempo aneignen.

Zusätzlich können Sie das Whiteboard-Video anderen zugänglich machen und unter Creative Commons veröffentlichen. So können andere Lehrerinnen und Lehrer es für Ihren Unterricht nutzen oder Schülerinnen und Schüler zur Vor- und Nachbereitung verwenden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!