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12 Dos and Don’ts zum Flipped Classroom

Dos_and_Donts_Flipped_Classroom

Sie wollen Ihren Unterricht umdrehen, wissen aber nicht, worauf Sie achten müssen? Diese Checkliste hilft Ihnen weiter.

Dos

  • Probieren Sie es mehrmals aus. Beim ersten Versuch springt der Funke vielleicht nicht über, sie sind aufgeregt oder haben Angst, dass die Technik versagt. Mit der Zeit erlangen Sie Routine und finden gute, individuelle Einsatzmöglichkeiten für Flipped Classroom. Ob nur vereinzelt oder komplett, der „umgedrehte Unterricht“ erfordert ein Umdenken im klassischen Lehren und Lernen.

  • Lassen Sie sich von Ihren Schülerinnen und Schülern Feedback geben. Gerade bei Ihren ersten Versuchen mit dem Flipped-Classroom-Konzept sind Sie wahrscheinlich viel kritischer als Ihre Lernenden. Deren Meinung hilft Ihnen, die Lerner-Perspektive einzunehmen und neue Themen zu finden. Ihre Schülerinnen und Schüler lernen so Medienkritik.

  • Werden Sie selbst kreativ. Testen Sie die Videos von sofatutor, um sich den Einstieg zu erleichtern. Sie haben eine eigene Idee für ein Erklärvideo? Super, das Erstellen eines Screencast-Videos ist ganz leicht.

  • Brechen Sie den Lernstoff auf kurze, prägnante Einheiten herunter. Am Ende des Erklärvideos können Sie einen Fragenkatalog zur Ergebnissicherung bereitstellen, mit denen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen überprüfen können.

  • Dokumentation ist wichtig. Im Flipped Classroom müssen die Lernenden selbstständiger arbeiten als im Frontalunterricht. Dazu ist es wichtig, dass sie gut und korrekt Notizen anfertigen können und den Lerninhalt wirklich verstehen.

  • Geben Sie die Kontrolle ab. Da die Lernenden im Flipped Classroom ihr Wissen eigenständig vertiefen, müssen Sie ein Stück weit die Kontrolle abgeben. So können Sie besser auf individuelle Fragen eingehen.

Don’ts

  • Lassen Sie das Video nicht einfach als Lehrerersatz laufen. Ein Lehrvideo ersetzt nicht den Lehrer oder die Lehrerin. Das langweilt Ihre Klasse schnell.

  • Behalten Sie Ihre Erfahrungen nicht für sich. Berichten Sie im Kollegium von Ihren Erfahrungen und Schwierigkeiten und suchen Sie sich Verbündete, mit denen sich sich austauschen können.

  • Versuchen Sie nicht, das Rad neu zu erfinden. Die Regeln für ein gutes Erklärvideo und einen guten Flipped-Classroom-Unterricht sind einfach: eine kurze, prägnante Lerneinheit in verständlicher Sprache, individuelle Rückfragen und eine kollaborative Diskussion im Klassenverbund. So wird der Unterricht zum Erfolg.

  • Überlassen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler nicht sich selbst. Es empfiehlt sich ebenfalls nicht, Ihre Schülerinnen und Schüler mit dem Video und dem neu erlangten Wissen alleinzulassen. Fehler und Rückfragen sind erlaubt und vertiefen das Verständnis für den Lernstoff.

  • Nutzen Sie nicht nur ein Medium. Erklärvideos sind klassische Medien für Flipper, aber auch Podcasts, Artikel, Radio- und Filmausschnitte oder Blogs können den Flipped Classroom abrunden.

  • Seien Sie nicht zu streng mit sich und Ihren Lernenden. Sollte ein Schüler oder eine Schülerin das Video mal nicht gesehen haben, kann es im Unterricht nachgeholt werden. Dazu fertigen die Lernenden Notizen an, die sie im Anschluss vorlegen. Auch Ihre eigenen Videos müssen nicht perfekt sein. Sehen Sie das Ganze als Lernprozess – für alle Beteiligten!


Titelbild: © El Nariz/shutterstock.com

Filme im Unterricht

 
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