Besserwisser: Das machst du bei Anführungszeichen immer falsch!

Gänsefüßchen, Anführungsstriche, Anführungszeichen – sie haben viele Namen. Aber nur wenige Schreibweisen sind richtig. Wir sagen dir, wie du sie setzen solltest.

Wann werden Anführungszeichen gesetzt?

Die Anführungszeichen kennzeichnen eine direkte Rede oder ein Zitat. Des Weiteren heben sie Wörter und Satzteile hervor, z. B. Buch- oder Filmtitel und ironische Äußerungen. Dabei schließen die Anführungszeichen die hervorzuhebenden Satzteile bzw. Wörter ein.

Wie werden Anführungszeichen gesetzt?

Falsch: Anführungszeichen nur oben

Im Internet findet man heute häufig die folgenden Schreibweisen:

  • “Ich gehe heute ins Kino”, sagt Tim.
  • „Ich gehe heute ins Kino“, sagt Tim.

Beim ersten Beispiel handelt es sich um die englischen bzw. angloamerikanischen Anführungszeichen. Beim zweiten Satz wurden die Schreibmaschinen-Anführungszeichen benutzt. Du solltest jedoch beide Schreibweisen nur dann anwenden, wenn es nicht anders möglich ist. Denn genau genommen sind sie in deutschen Texten nicht richtig.

Richtig: Anführungszeichen unten und oben

Im Deutschen werden die Anführungszeichen unten und oben gesetzt:

  • „Ich gehe heute ins Kino‘‘, sagt Tim.

Hier musst du darauf achten, dass du nicht die schließenden Anführungszeichen aus dem Englischen übernimmst. Denn sie sehen anders aus als die deutschen Anführungszeichen:

  • Englisch: “Anführungszeichen”
  • Deutsch: „Anführungszeichen“

Siehst du den Unterschied? Die schließenden Anführungszeichen des englischen Schriftsatzes sind für die deutsche Sprache unbrauchbar, da sie „falsch herum“ sind. Dafür sind die öffnenden Anführungszeichen des Englischen identisch mit dem deutschen Schriftsatz der schließenden Anführungszeichen.

Richtig: Die französischen Anführungszeichen

Im Deutschen kannst du auch die französischen Anführungszeichen verwenden. Das sieht dann so aus:

  • Richtig: »Ich gehe heute ins Kino!«
  • Falsch: «Ich gehe heute ins Kino!»

Die französischen Anführungszeichen mit den Spitzen nach außen («…») werden in deutschen Texten nur in der Schweiz und in Liechtenstein verwendet. In Deutschland solltest du sie nicht gebrauchen. Also:

Und wenn die Anführungszeichen auf andere Satzzeichen treffen?

Wo setzt man das Komma?

Der übergeordnete Satz geht nach der direkten Rede weiter und du fragst dich, wo du das Komma setzen musst? Es wird hinter die Anführungszeichen gesetzt.

  • „Ich gehe heute ins Kino“, sagt Tim.

Eingeschobene Sätze werden ebenfalls mit Kommas abgetrennt:

  • „Heute Abend“, sagt Tim, „bin ich wieder da.“

Anführungszeichen und Frage- oder Ausrufezeichen

Wenn ein Frage- oder Ausrufezeichen zur wörtlichen Rede gehört, setzt du dieses vor die abschließenden Anführungszeichen.

  • „Er brüllt: „Ich will nach Hause!“

Geht hier übergeordnete Satz weiter, darf das Komma nicht fehlen:

  • „Gehst du jetzt nach Hause?“, fragt Tina mitleidig.

Anführungszeichen und Schlusspunkt

Auch wenn es sich bei einer wörtlichen Rede um einen ganzen Satz handelt, wird hier kein Schlusspunkt gesetzt, da der übergeordnete Satz noch nicht beendet ist:

  • „Ich gehe heute ins Kino“, sagt Tim.

Ist ein Zitat in den übergeordneten Satz integriert, so setzt du den Schlusspunkt hinter die Anführungszeichen:

  • Sie macht deutlich, „Tim wollte sofort nach Hause“.

Wann setzt man einfache Anführungszeichen?

Möchtest du in einer wörtlichen Rede oder in einem Zitat weitere Wörter oder Satzteile hervorheben, setzt du einfache Anführungszeichen:

  • „Hast du schon das Buch ‚Die Physiker‘ gelesen?“, fragt Tina.

Anführungszeichen Zeichensetzung wörtliche Rede Video

Nun wirst du die Anführungszeichen immer richtig setzen!

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Titelbild: © debasige/shutterstock.com

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