Mein Leben und Instagram – wenn Likes deinen Alltag bestimmen

„Wow, die ist ja schon wieder im Urlaub. Wie kann sie sich eigentlich immer diese teuren Handtaschen leisten?“ Bei Instagram durch die Fotos anderer zu scrollen, kann entspannend sein, aber auch neidisch und unzufrieden machen. Wir erklären, wie du Instagram nutzen kannst, ohne dass es deine Stimmung runterzieht.

Bis zu 20 Mal täglich zu Instagram

©Sara Kurfeß/unsplash.com

Mal eben durch die Timeline scrollen und sich von den schönen Eindrücken und Bildern aus dem Leben anderer Leute berieseln lassen. Dabei muss man keinen Gedanken an eigene Probleme und Sorgen verschwenden.

In der IKW-Jugendstudie INSTA UNGESCHMINKT gaben 35 Prozent der Befragten an, dass sie auch während der Schulzeit bei Instagram online sind. 74 Prozent teilten außerdem mit, dass sie bis zu 20 Mal täglich bei Instagram aktiv seien. Oftmals spielt sich auch das soziale Miteinander hier ab: in Form von Likes und Kommentaren.

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Warum macht uns Instagram so süchtig?

Dass Instagram monatlich mittlerweile über 1 Milliarde aktive Nutzerinnen und Nutzer weltweit hat und 90 Prozent der Userinnen und User jünger als 35 Jahre alt sind, zeigt, dass dieses Netzwerk vor allem unter Jugendlichen ein absolutes Suchtpotenzial hat. Aber warum ist das so?

Ablenkung vom Alltag

©Eaters Collective/unsplash.com

Du willst nicht ständig an anstehende Klausuren und Stress mit Freundinnen oder Freunden denken? So geht es vielen. Deshalb suchen gerade Jugendliche häufig nach einer Ablenkung vom Alltag. Das können Bücher, Filme, Games oder eben Instagram sein. Dort findet man Fotos, die das vermeintlich perfekte Leben anderer darstellen. Voller Bewunderung und ein bisschen neidisch fragst du dich, warum du nicht auch so tolle Dinge erlebst. Dass es sich dabei um inszenierte und bearbeitete Snapshots handelt, vergisst du dabei schnell.

Das bestätigen auch die Ergebnisse der IKW-Jugendstudie: Über 60 Prozent der Befragten gaben an, dass man sich bei Instagram gut entspannen und ablenken könne. Zu den Themen, die Jugendliche am meisten interessieren, zählen Sport und Fitness, Lifestyle, Mode, Stars & VIPs, Food und Reisen. Sich in dieser virtuellen Traumwelt aus retuschierten und aufgehübschten Bildern zu verlieren, geht schnell.

Das Gefühl der Bestätigung

©Erik Lucatero/unsplash.com

 „Toll, mein letzter Post hat 300 Likes bekommen!“ – Durch die Kommentar- und Like-Funktionen erhältst du bei Instagram direktes Feedback zu Fotos und Posts. Wenn das positiv ausfällt, gibt dir das ein gutes Gefühl. Die Bestätigung, die du zum Teil von wildfremden Menschen dort bekommst, steigert kurzfristig dein Selbstbewusstsein. Jedoch kann das schnell kippen, wenn die Likes ausbleiben oder sogar negative Kommentare zu Posts verfasst werden. 12 Prozent der Jugendlichen in der IKW-Jugendstudie gaben daher an, dass Instagram auch unglücklich machen kann.

FOMO – The Fear of Missing Out (Die Angst, etwas zu verpassen)

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Täglich werden weltweit 95 Millionen Posts bei Instagram geteilt – die Angst, da etwas zu verpassen, ist groß. Sowohl die Posts anderer anzusehen, zu liken und zu kommentieren als auch selbst für News zu sorgen, wird fast zur Pflicht. Nur wenn du ständig auf dem Laufenden bleibst und auf deinem Profil für Nachschub sorgt, bekommst du viele Follower und mehr Likes. Wenn du aber nur ab und zu in sozialen Netzwerken reinschaust und alle paar Monate etwas postest, erscheinst du nicht mehr regelmäßig in der Timeline anderer Userinnen und User. Das ist der Grund, warum viele Jugendliche so oft am Tag zum Smartphone greifen: Sie haben Angst, etwas zu verpassen (FOMO) oder selbst in Vergessenheit zu geraten.

Wie kann ich Instagram so nutzen, dass es mich glücklicher macht?

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Du hast vielleicht gemerkt, dass du stundenlang bei Instagram herumklickst und dich danach nicht wirklich entspannter und zufriedener fühlst? Dieses Phänomen kennen viele, die regelmäßig auf der App unterwegs sind. Darum haben wir einige Tipps für dich zusammengefasst, wie du Instagram so nutzen kannst, dass es dich nicht unglücklich macht:

Tipp 1: Bleibe realistisch

Abonniere nur Seiten, die realistisch sind und nicht aus Fotos bestehen, die mit tausend Filtern aufgemotzt wurden. Die vermitteln dir nämlich eher das Gefühl, nicht gut genug zu sein und das macht dich auf die Dauer unglücklich.

Tipp 2: Stay positive!

Folge am besten nur Seiten, die positive und hilfreiche Dinge teilen. Das können z. B. inspirierende Sprüche zum Thema Achtsamkeit sein oder kreative DIYs sein. Wenn du merkst, dass dir die Posts einer Person oder einer Seite nicht guttun und dir schlechte Laune machen, abonniere die Seite nicht mehr. Auch wenn du vielleicht Angst hast, dort in Zukunft etwas zu verpassen: Traue dich und du wirst sehen, dass es dir danach besser geht.

Tipp 3: Begrenze deine Smartphone-Zeit für Social Media

Bei vielen Smartphones gibt es die Funktion, die eigene Social-Media-Zeit zu begrenzen. Dann erscheint eine Nachricht, sobald du deine vereinbarte Zeit überschritten hast. So behältst du einen guten Überblick darüber, wie lange du schon bei Instagram unterwegs bist.

Tipp 4: Schwarz-weiß-Modus

Ein weiterer Trick, wie du stundenlanges Scrollen verhinderst: In den Bildschirmfunktionen deines Smartphones kannst du die Farben vorübergehend auf schwarz-weiß umzustellen. Das ist erstmal sehr ungewohnt, aber du wirst merken, dass es hilft. Die Posts bei Instagram sind dadurch weniger interessant fürs Auge und du kannst dich besser davon lösen, wenn du aufhören möchtest.

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Titelbild: ©ian dooley/unsplash.com

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