Handelnd erfahren: „Lernen gelingt über die Eigenmotivation der Kinder!“

Als Grundschullehrer im Vorbereitungsdienst arbeitet Lukas Alt mit Kindern, für die LEGO zur Alltagswelt gehört. Um die Begeisterung für die kleinen bunten Steine auch im Unterricht hervorzurufen, setzt er das neue Lernkonzept SPIKE™ Prime von LEGO® Education ein.

Herr Alt, wie kamen Sie als Lehrer zuerst mit LEGO® Education in Kontakt?

Lukas Alt: „Ich habe vor einigen Jahren LEGO® Education StoryStarter-Sets in unserer AG und vereinzelt im Deutsch- und Sachunterricht angewendet. Das heißt, wir haben z. B. in der vierten Klasse Märchen mit den StoryStarter-Sets nachgebaut.

Seit letztem Jahr wollten unser Schulleiter und ich dann stärker im naturwissenschaftlichen Bereich mit LEGO Education arbeiten. Dafür habe ich mir zunächst LEGO Education WeDo 2.0 angeschaut. Aber gerade die älteren Kinder der fünften und sechsten Klasse an unserer Schule können schon so selbstständig arbeiten, dass sie etwas Komplexeres brauchen. Das Lernkonzept von Mindstorms EV3 wäre wiederum zu kompliziert. Also haben wir uns bei unserem Handelspartner Christiani gemeldet, ob es da etwas Passendes in der Mitte gäbe. Unser Ansprechpartner zeigte uns dann LEGO® Education SPIKE™ Prime für die Mittelstufe, das seit Anfang des Jahres auf dem Markt ist. Dafür haben wir uns schließlich entschieden.“

Wie arbeiten Sie derzeit mit SPIKE Prime?

Lukas Alt: „Wir verwenden die SPIKE Prime-Sets aktuell im Nachmittagsunterricht in unserer LEGO-Technik-AG. Ab kommenden Schuljahr sollen sie voraussichtlich als Wahlunterricht für die fünften und sechsten Klasse im Fach ‚Robotik‘ angeboten werden.“

Was gefällt Ihnen besonders gut daran?

Lukas Alt: „Dass die Kinder sofort Spaß daran hatten. Ich habe ein paar ganz verrückte LEGO-Kinder, die begeistert davon waren, dass sie jetzt die LEGO-Kästen im Zusammenhang mit Technik einsetzen können und dabei mit Tablets arbeiten dürfen – mir ging es da ähnlich!“

Wie viele Kinder besuchen derzeit die LEGO-Technik-AG?

Lukas Alt: „Aktuell sind es 12 Kinder, die mit sechs Kästen arbeiten. Die benötigten Tablets können wir aus dem schuleigenen iPad-Koffer verwenden. Die AG nutzt derzeit den Bio-Raum in unserer Schule, was zwei Vorteile hat: Der Raum hat WLAN und ist mit Gruppentischen ausgestattet. An diesen Tischen können die Kinder gut zu zweit arbeiten und haben viel Bewegungsfreiheit. Die AG wird zurzeit für zwei Stunden in der Woche für die dritte bis sechste Klassenstufe angeboten.

Die meisten AG-Kinder sind sogar aus den dritten und vierten Klassen. Dadurch musste ich die ersten Stunden, in denen wir mit SPIKE Prime gearbeitet haben, noch etwas mehr anleiten. Aber mittlerweile klappt es gut in einer Art ‚Trainer-Sportler-System‘: Die Großen helfen den Kleinen. Ich muss dann nur zwischendurch mal dazukommen.“

Steckbrief

Name: Lukas Alt

Schule: Gerhart-Hauptmann-Schule in Alsfeld

Fächer: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht (Lehrkraft im Vorbereitungsdienst)

Die Schülerinnen und Schüler von heute … wachsen in einer digitalen Welt auf. Daher ist es wichtig, dass man die Augen nicht verschließt, sondern die Kinder dort abholt, wo sie sich befinden.

Die Schule von morgen … muss neue Schwerpunkte in den Unterricht integrieren. Die Welt verändert sich mittlerweile so rasant, dass auch die Schule sich anpassen muss.

Ich werde nie vergessen, … als die SPIKE™ Prime -Sets ankamen und ich das erste Set auspacken durfte! 😉

In welcher Phase sind Sie mit den Kindern bei der Anwendung des Lernkonzepts SPIKE Prime gerade?

Lukas Alt: „Noch in der Ausprobierphase: Die Schülerinnen und Schüler lernen das Programm kennen und wie sie mit dem iPad umgehen können. Dazu lösen sie die Aufgaben, die von LEGO Education mitgeliefert werden. Mein Ziel wäre es, dass ich in einem Jahr soweit bin, dass ich mit einer anderen (Lern-)Gruppe an einem Wettbewerb teilnehmen könnte, da die AG-Kinder häufig nach einem Schuljahr wechseln.“

Was wäre eine Aufgabe, die man mit SPIKE Prime umsetzt?

Lukas Alt: „Man baut im Rahmen der ‚ersten Schritte‘, die LEGO Education empfiehlt, einen Hüpfer, bei dem man die LEGO-Steine so mit den Motoren aus dem Set kombinieren muss, dass sich der gebaute Frosch springend fortbewegt. Mit ihren fertigen Robotern veranstalten die Kinder dann ein Wettrennen gegeneinander. Anschließend überlegen sie sich, wie man die Füße des Hüpfers so verändern kann, dass er noch besser oder weiter springt. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder dadurch ganz natürlich dazu angespornt werden, sich neue Wege zu überlegen, ohne dass dieser Wettkampfcharakter so stark im Vordergrund steht.“

Was können die Lernkonzepte von LEGO Education im Unterricht leisten?

Lukas Alt: „Es ist für mich grundlegend wichtig, dass Kinder anhand von Beispielen aus dem Alltag im Unterricht lernen können. Und alle Kinder kennen LEGO. Dementsprechend ist ihre Motivation sehr hoch, wenn sie mit LEGO Education im Unterricht arbeiten dürfen. Diese Eigenmotivation der Kinder ist für mich als Lehrer ungeheuer wichtig. Ohne sie kann das Lernen meiner Meinung nach nicht gelingen!

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass Kinder neues Wissen (vor allen Dingen bei SPIKE Prime) handelnd erfahren. Sie müssen also nicht nur theoretisch aufnehmen, was ich ihnen als Lehrer beibringen will, sondern können sich selbst ausprobieren, machen ihre eigenen Erfahrungen und sehen, was funktioniert bzw. lernen, mit ihren Fehlern umzugehen.“

Was wünschen Sie sich noch für die Zukunft Ihres Robotik-Unterrichts? Lukas Alt: „Da ich aktuell noch am Anfang meiner Bestrebungen stehe, möchte ich gern einige Fortbildungen besuchen und erhoffe mir darüber auch die Chance, mich mit anderen Lehrkräften auszutauschen, die auch LEGO Education nutzen. Gerade im Hinblick auf eine Anmeldung für Wettbewerbe fände ich das sehr spannend.“

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