Lernen trotz Schulschließung: sofatutor unterstützt Schulen bei Corona-Krise

Was tun, wenn es in den nächsten Wochen keinen normalen Unterricht geben kann? sofatutor bietet Hilfe für Schulen und Lehrkräfte an, damit Kinder und Jugendliche bei Unterrichtsausfall zu Hause weiterlernen können.

Hunderttausende Menschen haben sich laut Robert-Koch-Institut derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Nach Wochen der Schließungen sollen die Schulen nun schrittweise wieder öffnen. Doch ein normaler Schulunterricht ist bis auf Weiteres nicht denkbar. Um die Auswirkungen des Schulausfalls abzufangen, können Schülerinnen und Schüler online mit sofatutor üben.  

Das Wichtigste in Kürze

30. März 2020: Mittlerweile haben sich über 5000 Schulen aus dem deutschsprachigen Raum bei sofatutor gemeldet. So konnten innerhalb von 14 Tagen über eine Million Schülerinnen und Schüler mit Zugängen versorgt werden. Neben einem werktäglichen kostenlosen Lehrer-Seminar um 14:30 Uhr, wurden auch die Chat-Zeiten für die Schülerinnen und Schüler so ausgeweitet, dass die gestiegenen Anfragen aufgefangen werden können.

13. März 2020: Die Stadt Halle (Saale) bestätigt heute nach dem gestrigen Beschluss zur Schließung aller Schulen, dass sie allen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften sofatutor-Zugänge zur Verfügung stellt.

Für Schulleitungen: Falls Sie sich für unsere Schul- und Klassenlizenzen interessieren, bei der jede Schülerin und jeder Schüler einen eigenen Zugang erhält, erreichen Sie uns unter der Mail-Adresse kooperationen@sofatutor.com.

Für Lehrkräfte: Wir bieten weiterhin kostenfreie Lehrer-Accounts an, über die Sie z. B. Lernvideos, Übungen und Arbeitsblätter mit Ihrer Klasse teilen können. Alle Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter dem Link. Außerdem bieten wir von Montag bis Freitag täglich um 14:30 Uhr ein kostenloses Online-Seminar für Lehrkräfte an, in dem wir sofatutor erklären und viele Tipps zur Fernlehre geben. Es ist keine gesonderte Anmeldung erforderlich.

Für Presseanfragen: Melden Sie sich bei uns gern unter presse@sofatutor.com. oder telefonisch: +49 (0)30 515 88 22 13

Was möchten Sie wissen?

Wann sollen die Schulen wieder öffnen?

Seit dem 20. April dürfen die Schulen in Deutschland schrittweise wieder öffnen. Dabei gehen die Länder unterschiedlich vor. Allen gemeinsam ist, dass zuerst die jetzigen Abschlussklassen der weiterführenden Schulen und Berufsschulen sowie die Grundschulkinder am Übertritt, also in der vierten bzw. sechsten Klasse, wieder in die Schulen gehen sollten. Die Abschlussprüfungen für den Schulabschluss, also Abitur, MSA, Hauptschulabschluss sowie Berufsschulabschluss, sollen trotz Protesten auf Schüler- und Eltern-Seite wie geplant stattfinden.

Übersicht: 

Baden-Württemberg öffnet am 4. Mai die Schulen für die Abschlussklassen.

Bayern wird am 11. Mai die Schulen öffnen. Prüfungen sollen ab dem 27. April stattfinden können.

Berlin startet ab 20. April in die Prüfungsphase für die Abiturprüfungen. Ab 27. April sollen die Schulen nach Berlins Senatorin Scheeres Wunsch schrittweise geöffnet werden. Weitere Beschlüsse folgen demnächst.

Brandenburg will die Abschlussjahrgänge ab dem 4. Mai wieder in die Schulen zurückkehren lassen.

Bremen startet ebenfalls frühestens am 4. Mai wieder mit dem Schulbetrieb.

Hamburg will die Abschlussklassen ab dem 27. April in die Schulen lassen. Ab dem 4. Mai sollen dann auch die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe Vier und diejenigen, die nächstes Jahr ihr Abitur ablegen sollen, folgen. Der notwendige Abstand im Klassenzimmer soll eingehalten werden, indem die Klassen in zwei Gruppen – präsenz und online – geteilt werden und die Schülerinnen und Schüler vor Ort die Räume während des Unterrichts nicht wechseln sollen. Der Unterricht soll auch nachmittags möglich sein.

In Mecklenburg-Vorpommern kehren die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10, 11 und 12 ab dem 27. April wieder zum Unterricht an der Schule zurück. Später sollen weitere Klassen hinzukommen.

Niedersachsen lässt am 27. April die Jahrgänge zehn und 13 wieder in die Schulen. Die vierten Klassen folgten am 4. Mai, die 12. Klassen am 11. Mai. Wiederum eine Woche später folgen die dritten, neunten und zehnten Klassen. Ab Ende Mai sollen die übrigen Klassen folgen.

Nordrhein-Westfalen will es den Abschlussjahrgängen ab dem 20. April ermöglichen, ihre Prüfungen abzulegen und den dafür notwendigen Unterricht zu besuchen. Ab dem 4. Mai sollen die Schülerinnen und Schüler am Übertritt und der vorletzten Jahrgänge hinzukommen.

Rheinland-Pfalz lässt zunächst die Abiturientinnen und Abiturienten sowie Berufschülerinnen und -schüler vor den Prüfungen ab dem 27. April wieder mit dem Unterricht starten. Ab dem 4. Mai folgen die Viertklässlerinnen und -klässler sowie die Jugendlichen, die im folgenden Jahr ihren Abschluss ablegen. Klassen und Kurse sollen dazu in zwei Gruppen geteilt werden, die sich im Wochenrhythmus abwechseln.

Sachsen öffnet ab 20. April die Schulen für das Personal und anschließend die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. Sie sollen sich auf ihre Prüfungen vorbereiten können. Regulärer Unterricht soll nicht stattfinden.

Sachsen-Anhalt ermöglicht ab dem 23. April einen prüfungsvorbereitenden Unterricht. Ab dem 4. Mai sollen dann die Abiturprüfungen stattfinden. Die Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss anstreben, sollen ebenfalls am 4. Mai wieder unterrichtet werden. 

Schleswig-Holstein will ab 21. April mit den Abiturprüfungen starten. Die Schulen und Kitas bleiben ansonsten bis zum 4. Mai geschlossen.

Thüringen öffnet ab dem 27. April die Schulen für die Abiturientinnen und Abiturienten. Ab dem 4. Mai sollen andere Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr ihren Abschluss erwerben, folgen können.

(Die Liste wurde mithilfe der Informationen des Deutschlandfunks vervollständigt.)

Was machen die Schülerinnen und Schüler in der Zeit?

Bislang sind Schulen und Lehrkräfte dazu angehalten, Materialien für den Fall einer Schließung der Schule vorzubereiten. So sollten die Schülerinnen und Schüler auch selbstständig oder unter Anleitung der Lehrkraft (z. B. durch Online-Kommunikation) zu Hause weiterlernen können. „Es gibt keine Corona-Ferien“ , begründet Sachsen-Anhalts Referatsleiter für Sekundarschulen, Torsten Klieme, auf Zeit Online die Entscheidung, alle Schulen in Halle (Saale) mit Zugängen für sofatutor auszustatten: „Wir wollen, dass Lernen und Bildung weitergehen.“ Auch die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete bereits darüber. Auch der Bildungsexperte der FDP, Thomas Sattelberger, fordert die Schulen und Länder im Interview mit der MOZ auf, in der „Not Bildungsinnovation [zu] wagen“ , um eine anbahnende „Schulkrise“ abzuwenden.

Wie kann sofatutor bei Schulausfall eingesetzt werden?

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©Romrodphoto/shutterstock.com

Da sich alle Lernvideos, interaktiven Übungen und Arbeitsblätter auf der sofatutor-Plattform an den aktuellen Rahmenlehrplänen der Bundesländer  orientieren, können sich Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsstoff – unter Anleitung der Lehrkräfte bzw. mithilfe von Aufgabenstellungen, die per Mail oder im Lernmanagementsystem bereitgestellt werden – von zu Hause aus erarbeiten und Inhalte selbstständig wiederholen. 

Zusätzlich erhalten sie Hilfestellungen im Chat von sofatutor. Hier helfen Lehrkräfte bei Fragen zum Schulstoff weiter. So kann der Alternativunterricht mit sofatutor bei Schulausfall aussehen:

  1. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte erhalten je einen sofatutor-Zugang über die Schullizenz. Damit können sie am Laptop über den Browser oder mit dem Tablet oder Smartphone per App ganz leicht alle Inhalte auf der Lernplattform nutzen.
  2. Lehrkräfte teilen den Schülerinnen und Schülern täglich per E-Mail, über Lernmanagementsysteme oder andere elektronische Kommunikationsmittel mit, welche Lernvideos sie schauen und mit welchem Arbeitsauftrag sie die Übungen bearbeiten sollen.
  3. Dazu können Lehrkräfte Links zu den jeweiligen Übungen oder Videos herumschicken und sich die Aufgaben selbst per Merkliste zusammenstellen.
  4. Schülerinnen und Schüler können den Lehrkräften schriftlich oder in Form von Screenshots Rückmeldung zu ihrem Lernfortschritt geben.
  5. Auch Varianten der Flipped-Classroom-Methode bieten sich für die Arbeit mit sofatutor ohne Präsenzzeiten an. Schülerinnen und Schüler können Lerninhalte selbstständig zu Hause erarbeiten und präsentieren sie dann, in diesem Fall als schriftliche Zusammenfassung oder per Video-Chat, dem Rest der Klasse. Anschließen wird darüber in Online-Formaten diskutiert.
  6. Falls die Schülerinnen und Schüler Fragen zu den Aufgaben oder Videos haben, können sie sich entweder schriftlich an die Lehrkraft wenden oder als zusätzliche Unterstützung von sofatutor den Chat nutzen.
  7. Lehrkräfte erhalten online zusätzliche Fortbildungsmöglichkeiten, wie sie sofatutor für das Lernen außerhalb des Präsenzunterrichts einsetzen können.

sofatutor hilft Deutscher Schule in Teheran

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©Benny Marty/shutterstock.com

Der Iran ist derzeit eines der Länder, das am meisten vom Coronavirus betroffen ist. In Irans Hauptstadt Teheran sind alle Schulen geschlossen, darunter die Deutsche Botschaftsschule, die bereits am 24. Februar ihren Schulbetrieb vorübergehend einstellen musste. 

Der Leiter der zugehörigen deutschen Grundschule will seinen Schülerinnen und Schülern jedoch ermöglichen, von zu Hause aus zu lernen – und das mit allen Mitteln: Der Unterricht findet über WhatsApp statt.

Mittlerweile haben alle Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler der Schule sofatutor-Zugänge erhalten. So kann das Lernen digital weitergehen – trotz Quarantäne und Schulausfall. Der Leiter der Grundschule, Johannes Claassen, spricht im Interview über die Chancen des Online-Lernens: „Online-Tools tragen wesentlich dazu bei, das Unterrichtsgeschehen interaktiv zu halten. Die Gestaltung der Lernvideos bei sofatutor ist gut dafür geeignet, komplexe Inhalte schnell auf den Punkt zu bringen. Dass das keine Selbstverständlichkeiten ist, merkt jede Lehrkraft, die selbst schon mal versucht hat, ein eigenes Lernvideo zu produzieren.“

Und auch aus Italien haben sofatutor bereits Anfragen zu Schullizenzen erreicht, mit denen die Schülerinnen und Schüler während des Unterrichtsausfalls unter Anleitung ihrer Lehrkräfte zu Hause lernen können.  Eine Schülergruppe, die in Südtirol zur Klassenreise war und mittlerweile zu Hause isoliert wird, lernt ebenfalls mit sofatutor.

sofatutor aus der Praxis: Leistungssportler/-innen nutzen Lernplattform flexibel

© DFB-Eliteschule KGS Hemmingen

Schulstoff flexibel außerhalb des Präsenzunterrichts näherzubringen und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, eigenständig, von überall und jederzeit zu lernen, hat bei sofatutor Tradition. 

Die jungen Spielerinnen und Spieler der DFB-Auswahlmannschaften nutzen die Lernplattform bereits seit Jahren. Damit die Sportler und Sportlerinnen schulisch nicht den Anschluss verlieren, werden alle U-Mannschaften von jeweils zwei Lernbegleitern bzw. Lernbegleiterinnen unterstützt.

Auch an der DFB-Eliteschule KGS Hemmingen lernen Kinder und Jugendliche mit sofatutor. Sven Achilles, der Leiter der Schule, begründete das wie folgt: „Viele der Leistungssportlerinnen und -sportler sind unter der Woche unterwegs, verpassen Arbeiten oder Klausuren. Deswegen haben wir unseren Leistungssportlerinnen und -sportlern zu Beginn des Schuljahres sofatutor-Lizenzen beschafft. Während des Schultages – sei es in Freistunden, Ausfallstunden oder im Anschluss an den Unterricht – sollen sie die Möglichkeit haben, eigenverantwortlich und selbstständig zu lernen.“

Auch Bremen lernt schon digital mit sofatutor

© Pressereferat, Senatorin für Kinder und Bildung Bremen

Seit Januar 2018 haben alle Bremer Schulen Zugang zu sofatutor. Die Lernplattform wird von Schülerinnen und Schülern zu Hause zum Lernen genutzt. Aber auch im Unterricht finden Lernvideos, Übungen und Arbeitsblätter bereits Einzug. Oliver Bouwer vom Landesinstitut für Schule freut sich über den Erfolg der Zusammenarbeit: „Das Angebot wird bisher außerordentlich gut angenommen. Sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Lernenden sind ganz begeistert! Die Gymnasien waren am Anfang kritisch, ob sie passende Inhalte finden. Aber Dreisatz bleibt Dreisatz und die Schülerinnen und Schüler kommen gut zurecht. Sie können selbstbestimmt in ihrem eigenen Tempo lernen. Alle können davon profitieren.“ Auch andere Bundesländer haben mittlerweile nachgezogen: In Sachsen-Anhalt startete im August 2019 ein ähnliches sofatutor-Pilotprojekt mit 14 Schulen.

Für Schulen: Was sollten Sie jetzt tun?

  1. Als Sofortmaßnahme bieten wir Schulen kostenlose Zugänge für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bis zum 7. April an. Diese laufen dann automatisch aus und müssen nicht beendet werden.
  2. Als weitere Unterstützung bieten wir für Schulen außerdem folgende Hilfe an: Eine vergünstigte Schullizenz für die gesamte Schule bis zum Ende des Schuljahres, individuelle Zugänge für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, Zugriff auf alle Lernvideos, Übungen und Arbeitsblätter, Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Chat durch ausgebildete Lehrkräfte, Online-Weiterbildung zum Einsatz von digitalen Lernmitteln für Lehrkräfte. Falls Sie sich als Schulleitung für das Angebot interessieren, können Sie uns unter der Mail-Adresse kooperationen@sofatutor.com erreichen.
  3. Wir bieten weiterhin kostenfreie Lehrer-Accounts an, über die Sie z. B. Lernvideos, Übungen und Arbeitsblätter mit Ihrer Klasse teilen können. Alle Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter dem Link. Außerdem bieten wir ab montags bis freitags täglich um 14:30 Uhr ein kostenloses Online-Seminar für Lehrkräfte an, in dem wir sofatutor erklären und viele Tipps zur Fernlehre geben.
  4. Wenn Sie Ihre Schullizenz angefordert haben: Sie erhalten von uns individuelle Codes zum Einloggen für die Personen Ihrer Einrichtung. Geben Sie diese bitte an Ihre Klassenlehrerinnen und -lehrer weiter.
  5. Über https://www.sofatutor.com/signup/voucher können Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte mithilfe eines Codes einen Account pro Kind anlegen.
  6. Schülerinnen und Schüler können sofatutor dann ganz einfach jederzeit auf ihrem Laptop, Tablet oder Smartphone per App oder im Browser nutzen.
  7. Die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler werden gespeichert und Lehrkräfte können mithilfe der Merkliste gezielt Übungen und Videos per Link über das Lernmanagementsystem oder per E-Mail mit der Klasse teilen.
  8. Falls Sie Fragen haben oder eine Plattformeinführung wünschen, bieten wir von Montag bis Freitag um 14:30 Uhr kostenlose Lehrer-Seminare an, die den Einsatz von sofatutor ohne Präsenzunterricht erklären. Klicken Sie dazu einfach zur entsprechenden Zeit hier.
  9. Sollten Schülerinnen und Schüler Fragen beim Bearbeiten der Aufgaben haben, hilft außerdem unser Chat weiter. Hier helfen ausgebildete Lehrkräfte weiter und geben Tipps zum Wiederholen und Vertiefen des Schulstoffs.

Titelbild: ©smolaw/shutterstock.com