Redewendung: Kein Blatt vor den Mund nehmen

Klara wundert sich immer, dass Marie so direkt ist und jedem ihre Meinung ins Gesicht sagt. Klaras bester Freund Manuel meint dazu immer nur: „Marie sagt halt immer was sie denkt. Die nimmt eben kein Blatt vor den Mund“. Mit dieser Szene ist der Sinn der Redewendung eigentlich schon erklärt, denn wenn jemand „kein Blatt vor dem Mund nimmt“, spricht derjenige unbeschönigt aus, was er denkt, ist offen und direkt. Aber woher stammt die Redewendung?

Ursprünglich ist die Redewendung auf einen alten Theaterbrauch zurückzuführen. Damals machte man sich, vor allem in Komödien, über Sachen, Begebenheiten und Personen lustig. Weil die Stücke selbst vor Königen keinen Halt in ihrer Häme machten und meist sehr anstößig und obszön waren, versteckten sich die Schauspieler hinter Masken, damit sie für das Gesagte nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnten. Weil es Masken aber in der Anfangszeit des Theaters noch nicht gab, bediente man sich einfach eines Blattes, um das Gesicht zu verbergen. Jene Schauspieler, die darauf verzichteten, offen zum Publikum sprachen und ihr Gesicht zeigten, nahmen demnach kein Blatt vor den Mund.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts deutete man das Blatt im Rahmen dieser Redewendung auch als Rebenblatt vom Wein. Weil zu viel Wein betrunken und redselig macht, dachte man daher auch an die vom Wein gelöste Zunge, die einen munter plappern lässt.

Warum wird manchmal „der Hund in der Pfanne verrückt”?

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Warum ist man „eine beleidigte Leberwurst”, wenn man eingeschnappt ist?

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Warum fühlt man sich manchmal „auf den Schlips getreten”?

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Wie bei Hempels unterm Sofa

Jetzt haben wir den Salat

Mein lieber Scholli

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Den Kopf in den Sand stecken

Ein Brett vor dem Kopf haben

Mit dem ist nicht gut Kirschenessen

Ins Fettnäpfchen treten

Titelbild: ©sofatutor

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