Redewendung: Jemandem aufs Dach steigen

Tom und Philipp spielen in Toms Garten Fußball, bis ein falscher Schuss den Ball durch die Scheibe vom neuen Pavillon des Nachbarn befördert ‒ hörbar zerklirrt und ersichtlich im Eimer. Keine 10 Minuten später steht der Nachbar wutentbrannt am Zaun, stellt Tom zur Rede und schimpft wie ein Rohrspatz. Am nächsten Tag in der Schule lästern die beiden über den Nachbarn und Philipp meint: „Man, der ist dir aber ordentlich aufs Dach gestiegen.“

Steigt man „jemandem aufs Dach“, dann will man sich bei demjenigen richtig beschweren, ihm die Meinung sagen und ihn für seinen Fehler zurechtweisen. Die Redewendung ist auf einen mittelalterlichen Rechtsbrauch zurückzuführen. Die damalige Rechtssprechung besagte, dass man unter seinem Dach, sprich in seinem eigenen Haus, geschützt war und niemand es ohne Erlaubnis betreten durfte. Vorraussetzung war jedoch, dass die Behausung ein Dach hatte. Hatte nun jemand ein Unrecht getan und sich in seinem Haus versteckt, konnte man also nicht so einfach reinplatzen. Man ist die Rechtssprechung aber einfach umgangen, indem man das Dach des Missetäters abgedeckt hat. So wurde der Täter vor der ganzen Gemeinde bloßgestellt, weil sein Haus kein schützendes Dach mehr hatte. Für die Geächteten eine zusätzliche Strafe. Mit der Durchsetzung des schriftlich fixierten Römischen Rechts verlor diese Maßregelung jedoch seine Wirkung. Die Redewendung findet aber in Zusammenhang mit Zurechtweisung und Tadel bis heute Gebrauch.

Warum wird manchmal „der Hund in der Pfanne verrückt”?

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Warum ist man „eine beleidigte Leberwurst”, wenn man eingeschnappt ist?

Warum sagt man zu jemandem: „Der hat dich aber ordentlich über den Tisch gezogen”?

Warum fühlt man sich manchmal „auf den Schlips getreten”?

„Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?”

Jemandem einen Laufpass geben

Warum macht man jemandem den Hof?

Sich die Hörner abstoßen

Sich wie ein Schneekönig freuen

In den sauren Apfel beißen

Ein voller Bauch studiert nicht gern

Mit einem blauen Auge davonkommen

Den Kürzeren ziehen

Das ist doch zum Mäusemelken!

Sich etwas aus den Fingern saugen

Wie bei Hempels unterm Sofa

Jetzt haben wir den Salat

Mein lieber Scholli

Ach du Grüne Neune

Alter Schwede

Bis in die Puppen

Danach kräht kein Hahn

Kalte Füße bekommen

Die Arschkarte ziehen

Den Kopf in den Sand stecken

Ein Brett vor dem Kopf haben

Mit dem ist nicht gut Kirschenessen

Ins Fettnäpfchen treten

Kein Blatt vor den Mund nehmen

Titelbild: ©sofatutor

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