Redewendung: Da brat‘ mir einer einen Storch

Die Geschichtslehrerin der 9c sagt nie einen Test an. Lässt sie einen schreiben, kommt der immer wie aus dem Nichts: Es klingelt zur Stunde, zack ‒ Hefter weg, Kurztest! Eines Tages meinte sie jedoch plötzlich: „Nutzt doch das Wochenende, um euch den Stoff der letzten drei Stunden näher anzuschauen, vielleicht hab ich Lust, nächste Woche mit euch einen Test zu schreiben“. Peter rüttelt Flo aus dem Halbschlaf und sagt erstaunt zu ihm: „Da brat‘ mir einer einen Storch, die Schmidt hat tatsächlich einen Test angekündigt und sogar eingegrenzt, was dran kommt!“

Wenn man sagt: „Da brat‘ mir einer einen Storch“, dann ist man verwundert über etwas oder jemanden, so wie Peter von Frau Schmidt. Aber woher stammt diese Redewendung?
Früher galt der Storch als Glücksbote und steht bis heute als Symbol für Fruchtbarkeit. Sicher kennst du auch das Bild vom Storch, der die Babys bringt. Damals glaubte man, wenn eines der langbeinigen Tiere auf einem Dach nistet, soll das den entsprechenden Hausbewohnern Glück bringen. Hat man Störche jedoch von seinem Dach vertrieben, so bringe das Unglück. Einen Storch zu „braten“, sprich ihn nicht zu schützen, war daher undenkbar, denn damit würde man ja das Glück vertreiben. Deshalb heißt es „Da brat‘ mir einer einen Storch“, wenn etwas Unglaubliches passiert, was man nie erwartet hätte. Dass Peters und Flos Geschichtslehrerin mal einen Test ankündigt, ist somit genauso verwunderlich, wie einen Storch zu braten und damit das Glück zu vertreiben.

Warum wird manchmal „der Hund in der Pfanne verrückt“?

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Warum ist man „eine beleidigte Leberwurst“, wenn man eingeschnappt ist?

Warum sagt man zu jemandem: „Der hat dich aber ordentlich über den Tisch gezogen“?

Warum fühlt man sich manchmal „auf den Schlips getreten“?

„Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen?“

Jemandem einen Laufpass geben

Warum macht man jemandem den Hof?

Sich die Hörner abstoßen

Sich wie ein Schneekönig freuen

In den sauren Apfel beißen

Ein voller Bauch studiert nicht gern

Mit einem blauen Auge davonkommen

Den Kürzeren ziehen

Das ist doch zum Mäusemelken!

Sich etwas aus den Fingern saugen

Wie bei Hempels unterm Sofa

Jetzt haben wir den Salat

Mein lieber Scholli

Ach du Grüne Neune

Alter Schwede

Bis in die Puppen

Danach kräht kein Hahn

Kalte Füße bekommen

Die Arschkarte ziehen

Den Kopf in den Sand stecken

Ein Brett vor dem Kopf haben

Mit dem ist nicht gut Kirschenessen

Ins Fettnäpfchen treten

Kein Blatt vor den Mund nehmen

Jemandem auf’s Dach steigen

Wissen, wie der Hase läuft

Das kommt mir spanisch vor

Drei Kreuze machen

Das Blaue vom Himmel erzählen

Aus dem Nähkästchen plaudern

Das geht auf keine Kuhhaut

Etwas auf dem Kasten haben

Auf den Nägeln brennen

Etwas auf dem Kerbholz haben

Auf keinen grünen Zweig kommen

Außer Rand und Band

Titelbild: ©sofatutor

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